Wer in Pisa ist, stellt sich beim Erinnerungsfoto schräg zum Turm. In Londons Abbey Road geht man wie einst die Beatles über den Zebrastreifen. Und in Philadelphia rennt man die Treppen hinauf zum Museum of Art, dem Kunstmuseum, und hüpft dann mit ausgetreckten Armen umher, während im Hintergrund im Idealfall jemand „Dadadaaaa, dadadaaaa“ und so weiter trällert. Warum das Ganze? Wegen Rocky Balboa, dem Filmboxer, der sich so fit machte für seinen großen Kampf. Diesen Vorgaben wurden jetzt auch die Kicker des FC Bayern gerecht, die auf ihrem USA-Trip erst die Stufen der Balboa-Treppe hinaufrannten und sich danach zum Foto bei der Rocky-Statue aufstellten. Rocky ist Kult, auch bei den Münchnern, wenngleich keiner der aktuellen Kicker schon geboren war, als der Streifen 1976 in die Kinos kam. Egal, manches Zitat der Reihe passt ohnehin zu jedem Anlass, vor allem aber zu einer bevorstehenden Fußballsaison. Also, liebe Münchner, es sagt der Kovac Niko demnächst in der Halbzeitpause:

 

„Du und ich – und auch sonst keiner – kann so hart zuschlagen wie das Leben! Aber der Punkt ist nicht der, wie hart einer zuschlagen kann ... Es zählt bloß, wie viele Schläge man einstecken kann und ob man trotzdem weitermacht.“

 

Dazu dröhnt dann die Titelmeldodie, eben jenes „Dadadaaaa, dadadaaaa“, oder wahlweise „Eye of the Tiger“ aus Teil III von Survivor aus den Handyboxen. Schließen wir heute mit dem schönen Satz: „Du, Adrian, ich hab’s geschafft!“