Mateo ist drei Jahre alt und offenbar ein ganz aufgewecktes Kerlchen, auch wenn er ein Fan von Real Madrid ist. Das ist deshalb bemerkenswert, weil Mateo zunächst einmal der Sohn von Lionel Messi ist, seines Zeichens Top-Star von Madrids Erzrivalen, dem FC Barcelona. Warum der Bengel den Kontrahenten seines Papas die Daumen drückt? Weil sein älterer Bruder Thiago natürlich Barcelona-Fan ist. Und wenn man die Wahl hat, dann ärgert man eben lieber den Bruder, als sich beim Papa beliebt zu machen. „Wenn im TV Madrid ein Tor schießt, ist Thiago ganz still. Aber Mateo brüllt: Toooooor für Madrid! Und schaut dabei seinen Bruder an, den das ärgert“, erzählte Messi dieser Tage mit breitem Grinsen. Auch er selbst bleibt nicht von den Sticheleien des Dreikäsehochs verschont. Als Messi jüngst zu Hause mit den Kids Fußball spielen wollte, sagte Klein-Mateo, dass er Liverpool sein wollte, weil das ja Papas Team geschlagen habe. Nett, oder?

Ja, Kinder können schon mal Sprüche raushauen. Besonders gut wird das, wenn sie selbst gar nicht wissen, wie gut einer war. Mein Sohn übernahm vor einigen Wochen die Gesprächsführung, als meine Frau einer hochschwangeren Freundin zum Geburtstag gratulieren wollte. Er wünschte ihr „schöne Geschenke“, einen „tollen Tag“ obendrein und wollte dann eigentlich die Mama zitieren, die bei solchen Gratulationssätzen stets ein „und lass es knallen“ hinzufügt. Stattdessen sagte Silas, vier Jahre alt, den Satz: „Ich wünsche dir schöne Geschenke, einen tollen Tag und lass dich knallen.“ In diesem Sinne, durchhalten, morgen Abend beginnt das Wochenende. Mit und ohne Knaller, für Madrid-Fans und alle anderen. Grüße aus der Sportredaktion.