Unerhört! Immer diese negativen Geschichten. Uli Hoeneß stauchte zunächst im „Aktuellen Sportstudio“ einen Journalisten zusammen, weil ihm dessen Fragen zu kritisch erschienen, einen Tag später griff er dann zum Telefonhörer und machte den „Doppelpass“ live im TV rund, weil auch der nicht in gewünschtem Ausmaß Lobeshymnen anstimmte. Fakt ist, dass die Entlassung von Niko Kovac bei vielen noch nachwirkt, die Stimmung bei den Bayern selbst aber wieder prächtig ist. Einige Spieler habe Kovac zuletzt gegen sich gehabt, bestätigte Hoeneß nach dem 4:0-Erfolg gegen den BVB. Dass dazu Thomas Müller gehörte, darf vermutet werden, schließlich war der 30-Jährige zuletzt öffentlich als Notlösung bezeichnet worden. „Es ist immer wieder herrlich, wenn die Dortmunder nach München kommen und wir so auftreten“, freute sich der ob des gelungenen Coups.

Unruhige Zeiten für den BVB

Frei nach „Dinner for one“: Same procedure as every year. Es war die sechste üppige Liga-Niederlage der Dortmunder am Stück in München. 3:26 Tore sind ebenso ernüchternd. Schlimmer noch war lediglich die Körpersprache der Borussen, die in München alles schuldig blieben. Auf einen Anruf beim „Doppelpass“ verzichteten die BVB-Gewaltigen um Michael Zorc dennoch. Was hätten sie auch sagen sollen? Nachdem inzwischen auch in Köln und Mainz Trainer entlassen wurden, könnten auch dem BVB unruhige Zeiten bevorstehen. Einziger Trost: Die Meisterschaft wird nicht in Spitzenspielen entschieden, sondern durch eine konstante Leistung über 34 Spieltage.