Von wegen Brexit! Liverpool und Tottenham bestreiten das Finale der Champions League, Chelsea und Arsenal das der Europa League. Die britische Meisterschaft wird in diesem Jahr in Baku und Madrid fortgesetzt. Und wäre anstelle von Liverpool einer der weiteren Hauptstadtclubs aus der Premier League wie etwa West Ham United, Fulham, Crystal Palace oder Watford ins Endspiel eingezogen, hätten wir sogar eine Londoner Stadtmeisterschaft zu sehen bekommen. 17 Clubs gibt es an der Themse, sieben davon kicken in der höchsten Spielklasse. Zustände wie in Istanbul, das fünf Vereine in der Süper Lig stellt, von denen aber einer immer den Titel holt. Tatsächlich gibt es nur zwei Clubs außerhalb von Istanbul, die seit 1959 zu Meisterehren gekommen sind. Sollte es übrigens wieder einer einmal wagen wollen, werden die Siege vom Fußballfreund Recep Tayyip Erdogan aus – natürlich – Istanbul umgehend annuliert. Berlin hat dagegen die Hertha, gut, vielleicht auch bald Union. Ist aber schon was anderes als Lazio und AS Rom oder Atlético und Real Madrid. Oder die Fußballfreunde aus Paris.

Warum wir jetzt ausgerechnet noch das Tuchel-Team aus der Stadt der Liebe herausstellen? Weil wir diese Zeilen frei nach Monty Python und die Ritter der Kokosnuss beenden und das Wochenende damit angehen wollen – wenngleich wir an dieser Stelle auf die ganz strammen Schimpfwörter verzichten. In diesem Sinne, liebe Fußballfreunde aus England, beste Grüße an König Artüüs. Und: „Isch ‚abe keine Lust länger mit euch zu reden. Ihr englischen Frischbiertrinker! Wenn es nach mir geht, kommt ihr nicht in die Europäische Gemeinschaft!“