Ganz raus aus der Formel 1 ist Pascal Wehrlein offenbar noch nicht. Der Rennfahrer aus Worndorf soll die Rolle als Simulatorfahrer bei Ferrari bekommen. Dort ist nach den Abgängen von Antonio Giovinazzi zu Sauber und Daniil Kwjat zu Toro Rosso eine Lücke auf dieser nicht unwichtigen Position entstanden. Und Wehrlein hat durch seine Tätigkeit bei Mercedes sehr viel Erfahrung als Entwicklungsfahrer.

Mehr als Gerüchte

Bestätigt ist der neue Job noch nicht. Aus dem Umfeld von Pascal Wehrlein ist zu vernehmen, dass die Gerüchte allerdings nicht aus der Luft gegriffen seien, eine konkrete Aussage aber gibt es nicht. Für Wehrlein wäre der Posten bei der Scuderia eine gute Möglichkeit, sich weiter im Umfeld der Königsklasse zu bewegen. Denn dass die Formel 1 weiterhin sein großes Ziel ist und bleibt, daran lässt der 24-Jährige keinen Zweifel. Bei Manor und Sauber war er bereits Stammpilot, ehe er vor der vergangenen Saison seinen Platz verloren hatte.

Das könnte Sie auch interessieren

Er wechselte ins Deutsche Tourenwagen-Masters (DTM) zu Mercedes, hatte dort aber keinen Erfolg. Zum Ende des vergangenen Jahres trennte sich Wehrlein von seinem langjährigen Arbeitgeber und Förderer Mercedes und wechselte in die Formel E zum Mahindra-Team. Da es allerdings keine Einigung für eine vorzeitige Vertragsauflösung gab, verpasste Wehrlein das erste Rennen in Riad. An diesem Wochenende beim zweiten Rennen der vollelektrischen Rennserie in Marrakesch wird er aber am Start sein.

Eine wichtige Rolle

Als Simulatorfahrer würde Wehrlein die beiden Stammpiloten Sebastian Vettel und Charles Leclerc aus der Fabrik in Maranello heraus unterstützen. Vor allem, wenn die Abstimmung im Training am Freitag in die falsche Richtung ging, ist der Simulatorfahrer gefragt. Vettel, ein guter Freund von Wehrlein, könnte für ihn ein gutes Wort eingelegt haben. Der vierfache Weltmeister sagt: "Ich bin mir sicher, dass wir jemanden finden werden, der sich rasch einfindet, damit wir auch in diesem Bereich 2019 stark aufgestellt sind."

Überschneidung mit Formel E

Das Problem allerdings: Bei fünf Rennen überschneidet sich der Teamkalender von Formel 1 und Formel E. Es könnte also gut sein, dass sich Wehrlein die Position bei Ferrari mit einem anderen Fahrer teilen muss. Als Kandidat wird Sergej Sirotkin gehandelt, der seinen Posten bei Williams verloren hat.