Mehr als fünf Millionen Euro soll er dort pro Saison verdienen. Geld, das er gerne mitnimmt. Und dafür in Kauf nimmt, vor wenigen Zuschauern gegen wenig namhafte Gegner zu spielen. Egal. Kuranyi, der im vergangenen Jahr seine Karriere beendet hat, bleibt trotzdem fünf Jahre in Russlands Hauptstadt. Er fühlt sich dort wohl, schon sein erster Besuch auf dem Roten Platz entlockt ihm ein „das ist ja fantastisch hier, unglaublich schön“. Dieser Eindruck bleibt für ihn. Der Rote Platz wird sein Lieblingsfleck in Moskau. Egal, ob im Sommer oder Winter. Hier fühlt er sich wohl.

Für Dynamo erzielt er in 123 Spielen 50 Tore – das ist eine starke Bilanz. In seiner ersten Saison wird er gleich zu Dynamos Spieler des Jahres gewählt. Einen Titel gewinnt er aber nicht. Egal. Ihm hat die Zeit in Moskau gefallen. Kuranyi lernte Russisch und neue Freunde kennen. Schwer fällt ihm aber die Gewöhnung an die langen, russischen Winter. Vor allem seiner Familie machen die zu schaffen. Sie sind ein Grund für die Rückkehr. Dennoch: Kuranyi bereut den Wechsel nicht. Sonst wäre er wohl kaum fünf Jahre geblieben.

 

Der Autor dieses Textes Marco Scheinhof.