Er ist wieder da. Nein, die Rede ist nicht vom Heynckes Jupp, den haben wir schließlich bereits wieder fest ins Inventar aufgenommen. Der Basler Mario kehrt zurück auf die Trainerbank. Jener Basler, der einst einem Zuschauer den Pepita-Hut abnahm, sich selbigen selbst aufsetzte und so einen Eckball schießen wollte. Jener Basler, der die deutsche Sprache wie Loddar Matthäus auf ein ungeahntes Niveau brachte. Mit Sätzen wie diesen: „Ich grüße meine Mama, meinen Papa und ganz besonders meine Eltern.“ Oder: „Jede Seite hat zwei Medaillen.“ Und natürlich noch der Klassiker: „Das habe ich ihm dann auch verbal gesagt.“

Verbal gesagt hat der Basler zu seinem Engagement übrigens selbst noch nichts. Aber Fünftligist Rot-Weiss Frankfurt, der auf Trikots und Banden übrigens für einen FKK-Saunaclub wirbt, will den ehemaligen Top-Star des FC Bayern heute trotzdem als neuen Coach präsentieren. „Es ist noch nicht hundertprozentig durch, aber zu 99,9 Prozent“, sagte Baslers Freund und RW-Verwaltungsratsmitglied Johny Beaz gestern.

Ob es wirklich so kommen wird? Auch Thorsten Legat, Ex-Bundesligaprofi und Dschungelcamper sollte schließlich vor wenigen Tagen Trainer bei einem Fünftligisten werden. Doch die Spieler des TSV Marl-Hüls flüchten, angeblich hätten sie für die Legat-Verpflichtung auf einen Großteil ihres Gehalts verzichten sollen. Legat bestreitet das, vielmehr hätte er ehrenamtlich den Posten übernommen. Die Vorstandschaft habe die Spieler so lediglich erpressen wollen. Kasalla! Um es mit Basler zu sagen: Jede Seite hat halt tastächlich zwei Medaillen. Oder noch mehr! Zum Abschluss an dieser Stelle noch einen Gruß, Sie wissen schon an wen.

dirk.salzmann@suedkurier.de