Er war der Mann der Zukunft. Das große Talent, das es im Motorsport weit bringen wird. Und tatsächlich war Pascal Wehrlein auf einem guten Weg. Er kam bei Mercedes unter, gewann mit dem Team das Deutsche Tourenwagen-Masters (DTM) und schaffte es tatsächlich in die Formel 1. Zunächst bei Manor, ein Jahr später bei Sauber. Beides Teams aus dem hinteren Feld, seine sportlichen Leistungen waren trotzdem in Ordnung. Aber nicht so außergewöhnlich gut, dass Mercedes dem Worndorfer den ganz großen Sprung schon nach dem Rosberg-Rücktritt zutraute. Zudem soll Wehrlein sich nicht nur Freunde in den Teams gemacht haben. Schwierig im Umgang, heißt es mitunter. Durch die Vertragsverlängerung von Bottas bei Mercedes wird eine Zukunft in der Formel 1 für den 23-Jährigen immer unwahrscheinlicher. Talent hat er. Das aber scheint nicht zu reichen. Das ist schade für ihn, aber ein Gesetz der PS-Branche. Neben Talent braucht es auch viel Geld, um groß rauszukommen. Für Pascal Wehrlein ist es an der Zeit, sich neu zu orientieren, zumal in der DTM nach diesem Jahr durch den Mercedes-Ausstieg auch für ihn Schluss sein dürfte.