Warum nur liegt ein gerupftes Huhn auf einer Bande neben einem Basketballspielfeld? In Amerika sieht man das ja häufig, wenngleich frittiert und nur in Teilen. Nun, das Bild zeigt tatsächlich den Auslöser eines Skandals, der derzeit die griechische Sportwelt beschäftigt. Es geht um die Rivalität zwischen Panathinaikos Athen und Olympiakos Piräus.

Was steckt hinter dem Streit?

Dagegen sind Duelle zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund Freundschaftsspiele, zumal die Rivalität auf allen Ebenen eskaliert, beim Fußball natürlich, aber beispielsweise eben auch nach einem Duell im Damen-Volleyball, als es 2007 zu wüsten Straßenschlachten kam. Aktuell aber sorgen die Basketballer für die Fortsetzung der Fehde.

Was ist geschehen? Nachdem das Team aus Piräus wie angekündigt nicht zum Spiel der ersten Playoff-Runde bei Panathinaikos angetreten ist, wurde am Montagabend ein totes Huhn auf die Ersatzbank der Gäste gelegt. Die Partie wurde 20:0 für Panathinaikos gewertet.

Die Aktion war wohl eine Revanche auf eine Aktion vom Pokal-Halbfinale zwischen den beiden Erzrivalen im Februar dieses Jahres. Damals traten die Spieler von Olympiakos aus Protest gegen die Schiedsrichter-Leistungen beim Pausenstand von 25:40 nicht mehr zur zweiten Halbzeit an.

Panathinaikos-Besitzer Dimitris Giannakopoulos beschimpfte die Gegner damals als schlechte Verlierer und hängte einen roten Damenslip über die leere Ersatzbank der Kontrahenten. So viel dazu, dass es im Basketball eigentlich nur ausgewiesene Gentlemen gibt. Nun boykottieren sich die beiden Mannschaften gegenseitig. Das könnte Konsequenzen haben, da der Verband im Vorfeld jeder Mannschaft bei weiteren Verstößen mit dem Zwangsabstieg gedroht hatte. Um es mit Asterix bei den Olympischen Spielen zu sagen: „Die spinnen, die Griechen.“