Im Fall von Wooyeong Jeong gab Trainer Christian Streich vorsichtig Entwarnung. „Es sieht so aus, als ob alles stabil ist“, sagte der Coach des SC Freiburg. Mit Beschwerden am Sprunggelenk war das südkoreanische Toptalent beim 0:1 im ersten Spiel des Doppeltests gegen Cagliari Calcio ausgewechselt worden. Es hatte schon so ausgesehen, als müsste sich der badische Bundesligist über die nächste Verletzung ärgern.

Eine Woche vor dem Pflichtspielstart im DFB-Pokal beim Drittligisten FC Magdeburg ist die Liste der Ausfälle lang. Vor den Spielen gegen den italienischen Erstligisten wurde bekannt, dass sich Marco Terrazzino im Training einen Innenbandriss im Knie zugezogen hat und wochenlang ausfallen wird. Der Offensivspieler ist bereits der sechste Freiburger, der sich seit dem Trainingsauftakt verletzt hat. Zuvor traf es Mark Flekken (Syndesmosenriss), Changhoon Kwon (Muskelfaserriss), Janik Haberer (Bänderriss im Sprunggelenk), Manuel Gulde (muskuläre Verletzung im Oberschenkel) und Luca Itter (knöcherne Verletzung im Sprunggelenk). Dennoch soll der Kader noch verkleinert werden. Spieler wie Yoric Ravet, Patrick Kammerbauer, Fabian Rüdlin und Florian Kath werden kaum Chancen auf Bundesligaeinsätze haben, das war auch gegen Cagliari zu sehen.

Das erste Spiel lieferte Streich dabei mehr Aufschlüsse als der 4:1-Sieg gegen eine schwächere italienische Elf im zweiten Test. Bei der 0:1-Niederlage hatte der SC-Trainer nämlich seine bessere Mannschaft auf den Platz geschickt, die ähnlich auch so im DFB-Pokal auflaufen könnte. Torlos stand es beim Seitenwechsel. Luca Waldschmidt (8.), Jonathan Schmid (14.) und der südkoreanische Neuzugang Wooyeong Jeong (30.) ließen Chancen ungenutzt. Nach dem Seitenwechsel nutzte João Pedro völlig unbedrängt nach einem Abwehrfehler die Möglichkeit des Siegtreffers für das phasenweise rustikal agierende Team aus der italienischen Serie A. Immerhin: Augsburg-Heimkehrer Schmid überzeugte wie Jeong.

Beim 4:1 im zweiten Spiel empfahl sich der zweifache Torschütze Lucas Höler zumindest für einen Kaderplatz für das Erstrundenspiel im DFB-Pokal in Magdeburg am kommenden Samstag. „Es ist alles okay, aber man darf es auch nicht überbewerten“, lautete Streichs Fazit.

Buntes Programm für Fans

Hinter dem Schwarzwaldstadion steppte der Bär. Dort, wo sich sonst bei den Heimspielen die Parkplätze der Spieler und Offiziellen, Sponsoren und Ehrengäste befinden, war am Samstag ein ganz anderes Bild wahrzunehmen. Torwandschießen für Alt und Jung, Mitmachaktionen des Vereins und der Partner des Schwarzwälder Bundesligisten sorgten schon am frühen Mittag für einen großen Andrang auf dem Stadiongelände. Ein Großteil der offiziell 13 200 Zuschauer, darunter auch viele Familien, nutzten die Gelegenheit für einen Blick hinter die Kulissen. Der Sportclub gewährte den Fans einen Blick in seinen komfortabel eingerichteten Mannschaftsbus. Und der Schwarzwälder Fußball-Freestyler Patrick Bäurer begeisterte die Gäste mit technischen Kabinettstückchen mit dem Ball.