So unterhaltsam Eishockey auch sein mag, manchmal atmen selbst eingefleischte Fans erleichtert auf , wenn die Saison vorbei ist. So verhält es sich derzeit in Schwenningen. Nach der 0:3 (0:0, 0:2, 0:1)-Niederlage gegen die Grizzlys Wolfsburg sind die Chancen für die Wild Wings, den letzten Platz in der Deutschen Eishockey Liga zu verlassen, nur noch verschwindend gering.

Anthony Rech wieder mit dabei

Bei den Gastgeberb war Torjäger Anthony Rech nach vierwöchiger Verletzungspause wieder am Puck. Außerdem feierte Christian Bauhof seine DEL-Premiere. Schwenningens Trainer Paul Thompson hatte dem 19-Jährigen ein paar Einsätze an der Seite von Mirko Höfflin und Rihards Bukarts versprochen und Wort gehalten. „Es ist ein überragendes Gefühl, mit solch guten Leuten zu spielen“, sagte Bauhof nach dem ersten Drittel. Zu diesem Zeitpunkt war noch kein Tor gefallen, obwohl beide Mannschaften ihr Heil in der Offensive suchten. Schwenningens Schlussmann Dustin Strahlmeier und sein Wolfsburger Pendant David Leggio vereitelten manch gute Chance. Unterm Strich hatten die Gastgeber zwar mehr Schüsse abgefeuert als die Niedersachsen, aber auch Glück, dass Jeremy Welsh in Minute 16 nur den Pfosten traf.

Schwenningen ohne Glück

In Abschnitt zwei war das Glück den Schwenningern nicht mehr hold, dafür klebte ihnen das Pech am Schläger. István Bartalis (22.) und Markus Poukkula (28.) hatten gute Chancen, aber keinen Erfolg. Dafür schlug es auf der anderen Seite ein. Als Poukkula und Jussi Timonen auf der Strafbank saßen, schlugen die Grizzlys zu. Jeremy Dehner nutzte die doppelte Überzahl zur Wolfsburger Führung (30.). Fünf Minuten später fuhren die „Bären“ erneut ihre Pranken aus. Alexander Karachun schickte seinen Teamkollegen Alexander Weiß auf die Reise, die mit dem 0:2 (35.) endete. Pfiffe der 2803 Zuschauer begleiteten die Wild Wings in die zweite Pause.

Drittletztes Spiel der Saison am Sonntag

Vier Minuten nach Beginn des letzten Drittels fiel die Entscheidung. Die Szene war symptomatisch für das gesamte Spiel. Schwenningens Stürmer Andrée Hult hatte Pech mit einem Pfostenschuss und Gerrit Fauser im direkten Gegenzug freie Bahn zum 0:3. Am Sonntag bestreiten die Wild Wings in Augsburg ihre drittletzte Partie. Das Trauerspiel hat bald ein Ende.