Nun ist der Franzose ja durchaus als Genussmensch bekannt. Ein gutes Stück Fleisch, gerne auch ein schöner Rotwein dazu, so lässt es sich leben. Kann ja keiner was dagegen haben, wenn man sich gut ernährt. Schon gar nicht als Profifußballer, bei dem die Ernährung neben täglichem Training ganz entscheidend für den Fitnesszustand ist.

Das hat sich wohl auch Franck Ribéry gedacht, als ihm in Dubai ein großes Stück Fleisch kredenzt wurde. Was kann daran schon falsch sein? Nun wählte Monsieur Ribéry jedoch ein Extra dazu, was den Wert des ohnehin schon teuren Steaks in gigantische Höhen trieb.

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Er ließ Blattgold darauf verteilen und sich bei der gesamten Prozedur filmen. Die Reaktionen darauf waren unterschiedlich. Manch einer dürfte gerlernt haben, dass man Gold durchaus essen kann. Anderen wiederum wird die Speisenwahl des Bayern-Spielers egal sein. Und wiederum andere, meist aus Frankreich, fielen wegen der Extravagang und der maßlosen Zurschaustellung vor Empörung beinahe in Ohnmacht.

Franck Ribéry hat es übertrieben. Maßlos. Zunächst mit dem Steak selbst, später aber vor allem mit der Wortwahl seiner Erwiderung. Eine solche darf sich ein so in der Öffentlichkeit stehender Spieler nicht erlauben.

Der FC Bayern hat mit einer hohen Geldstrafe reagiert, versucht aber in Person von Sportdirektor Hasan Salihamidzic den Vorgang zu erklären und teilweise zu entschuldigen. Das ist unnötig. Die Kritik an Ribéry mag teilweise zu harsch gewesen sein.

Seine Replik war es in jedem Fall und hat alle Grenzen gesprengt, die der tägliche Umgang miteinander setzt. Das ist nicht zu akzeptieren und mit einer Geldstrafe beinahe noch zu sanft sanktioniert. Andererseits: Lange läuft Ribérys Vertrag mit den Bayern ohnehin nicht mehr.