Superstars gibt es im Sport viele. Oft sind sie Fußballer oder sitzen in Formel-1-Wagen. Selbst bei Urlauben in entfernten Gefilden wird man als Deutscher auf Manuel Neuer oder Thomas Müller angesprochen. Die Kicker des FC Bayern sind weltweit bekannt. Im Wintersport ist es nicht ganz so einfach, sich einen Namen zu machen, der weit über sein Heimatland hinausstrahlt. Dazu gehört eine ganze Menge: Erfolg, Ausstrahlung und die Kunst, sich gut zu verkaufen. Beinahe perfektioniert haben das die US-Amerikaner. Als Erste zog Alpin-Star Lindsey Vonn ihre Show ab, mit Tränen, Pathos und einem Kuss für ihren Hund. Das mag nicht jedem gefallen, unterhaltsam ist es aber. Ein weiterer Star der Spiele kommt ebenfalls aus den USA und ist durch seinen Sport mehrfacher Millionär geworden: Shaun White, der als Snowboarder in der Halfpipe glänzt, ist ein globaler Champion. Er bietet exzellenten Sport und die perfekte Unterhaltung danach. Ihn stört der Gang vor die Kameras und Mikrofone nicht. Er nutzt es als Gelegenheit, sich noch bekannter zu machen. Viele deutsche Athleten sind da anders. Sie sind froh, wenn sie in Ruhe gelassen werden. Dabei hätten Laura Dahlmeier & Co. alle Möglichkeiten, sich bestens zu vermarkten, sind doch ihre Erfolge beeindruckend.