Als am Wochenende in Innsbruck das dritte Springen der 68. Vierschanzentournee stattfand, fieberten im „Schanzenstüble“ an der Hochfirstschanze ein Dutzend Mitstreiter des Neustädter Schanzenteams mit. Der Auftritt von Karl Geiger machte auch Lust auf das Weltcup-Skispringen im Schwarzwald (17. bis 19. Januar), dessen Austragung weitgehend gesichert ist.

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In den kalten Nächten um die Jahreswende konnte sowohl im Auslauf der Schanze, wie auch direkt am „Hochfirstgletscher“, der nur einen Steinwurf vom Funktionsgebäude entfernt ist, reichlich Schnee produziert werden. „Ja, es sieht nicht schlecht aus“, sagt Joachim Häfker vom Neustädter Organisationskomitee mit einem Augenzwinkern. Denn der Generalsekretär weiß auch, dass das Wetter letztlich doch noch kurzfristig zum Spielverderber avancieren kann – sowie bei den Skispringen im Dezember 2018. Tauwetter, Dauerregen und ein warmer Föhnwind machten die Austragung des Weltcups doch noch kurzfristig unmöglich.

Kunstschnee für die Präparation der großen Hochfirstschanze.
Kunstschnee für die Präparation der großen Hochfirstschanze. | Bild: Hahne, Joachim

Fast der gesamte Aufsprungbereich ist zwischenzeitlich mit Schnee belegt, lediglich direkt unterhalb des Schanzentischs fehlt noch die begehrte weiße Schicht. „Aber wir haben im Vergleich zum letzten Weltcup im Dezember deutlich mehr Schnee“, erklärt Schanzenchef Matthias Schlegel. Mit seinen Kollegen hat er auch über die Feiertage unzählige Stunden ehrenamtlich an der Schanze verbracht.

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Neben dem Schnee im Schanzenauslauf ist auch der Schneebunker im Schmiedsbachtal zuletzt kräftig angewachsen. Über 2000 Kubikmeter liegen dort zusätzlich bereit. „Es hätte noch mehr sein können, aber die Inversions-Wetterlage machte uns zu schaffen. So war es nur gut 100 Meter weiter oben an der Schanze oft um drei Grad wärmer, als unten im Talkessel“, erzählt Jürgen Benitz.

Entscheidung am Donnerstag

Am Samstag hat auch Joachim Bruder an der Hochfirstschanze im Schwarzwald vorbeigeschaut. „Von der Menge her habe ich ein gutes Gefühl, der Schnee müsste reichen. Nach aktuellem Stand sollte die Durchführung der Weltcups möglich sein“, sagte der Inspekteur des Internationalen Skiverbandes (FIS). Am Donnerstag dieser Woche erfolgt die endgültige Entscheidung. Aber auch Bruder weiß um die möglichen Wetterkapriolen im Hochschwarzwald, die im Extremfall eine Absage auch kurzfristig noch nach sich ziehen können. (dpa)