Die letzten beiden Tickets für die Fußball-WM in Russland werden zwischen Peru und Neuseeland sowie Australien und Honduras vergeben. Warum aber eigentlich diese Konstellationen? Wie viele Teilnehmer ein Kontinent zu einer WM schicken darf, ist ein gern diskutiertes Thema. Natürlich sollen die Mannschaften in ihrer Leistungsstärke vergleichbar sein, um in der WM-Endrunde möglichst ausgeglichene Spiele zu haben. Das ist allerdings mehr Theorie als Praxis, zu unterschiedlich ist das Niveau beispielsweise zwischen Asien und Europa. Das Reglement sieht vor, dass der Sieger der Ozeanien-Gruppe – aktuell Neuseeland – auf den Fünften der Südamerika-Gruppe trifft, eben Peru. Australien muss dagegen als Fünftbester der Asienqualifikation gegen den Vierten aus Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik antreten, eben Honduras. Die Hinspiele endeten in beiden Partien übrigens jeweils 0:0, die Rückspiele finden heute in Australien und morgen in Peru statt. Für die beteiligten Teams bedeutet das vor allem Reisestrapazen. Nehmen wir die Neuseeländer als Beispiel: Am frühen Sonntagabend ging es für die „Kiwis“ in den ersten Flieger – von Wellington nach Auckland. Um 20.15 Uhr startete dann die Maschine der Air New Zealand nach Buenos Aires, kurzer Aufenthalt in Argentinien, dann sollte es direkt weitergehen nach Peru. Doch vor der Landung in Lima mussten die Neuseeländer noch einen außerplanmäßigen Halt einlegen – Nachtanken in Chile. Nach knapp 20 Stunden waren die müden Kicker dann endlich am Ziel. Verrückt! Kleine Anregung: Neuseeland gegen Australien und Honduras gegen Peru wären auch nette Partien gewesen – mit weit weniger Reisestress.