Nach Sonnenschein bei der Qualifikation am Freitag waberten am Samstag im Sekundentakt wechselnde Nebelschwaden über den Seebuck. Dazu blies ein eisiger Wind. Tags darauf wurden Orkanböen mit Spitzengeschwindigkeiten von über 110 Stundenkilometern zur Spaßbremse. Das Feldberg-Wetter bestimmte den Weltcup der Snowboardcrosser. Und die mit Spannung erwartete Weltcup-Premiere des Mixed-Wettbewerbs.

Absage des Mixed-Wettbewerbs

„Am Sonntag war die Sicherheit für Athleten, Helfer und Zuschauer wegen starker Sturmböen nicht gewährleistet. Daher mussten wir den Mixed-Team-Event leider absagen“, erklärte Thorsten Rudolph. Dafür hatte der OK-Präsident am Samstag wie die etwa 3000 Wintersportfans entlang der Strecke und im Zielbereich allen Grund zu Freude. Denn die deutschen Athleten ließen sich von äußeren Einflüssen nicht beeindrucken. Paul Berg und Konstantin Schad gelang hinter dem australischen Tagessieger Cameron Bolton mit den Rängen zwei und drei der Sprung auf das Podest.

Das Material passt

Der Konstanzer Berg bestätigte beim Heimrennen seine bestechende Form. Der 27-Jährige hatte sich auf dem mit 900 Meter längsten Parcours der Feldberger Weltcupgeschichte buchstäblich durchgekämpft. „Ich habe viermal oben den Start versaut. Gottseidank habe ich heute überragendes Material gehabt, mein Dank geht an die Wachser“, sagte Berg nach seinem ersten Podestplatz der laufenden Weltcupsaison. Begeistert war er nicht nur von seiner Platzierung und dem Preisgeld von 5875 Schweizer Franken. „Das Publikum und die Stimmung waren der Hammer. Hier hat sich alles so gut entwickelt, es macht sehr viel Spaß, beim Heimweltcup am Feldberg zu fahren“, lobte der Bronzemedaillengewinner von Park City die Schwarzwälder Organisatoren.

Pech für Martin Nörl

Einen starken Auftritt hatte auch Konstantin Schad. Der 31-Jährige vom SC Miesbach stand mit seinem dritten Rang erstmals seit der Saison 2013/14 wieder auf dem Podium. Von den vier deutschen Startern überzeugte auch der erst 20-jährige Leon Beckhaus, der Achter wurde. Martin Nörl, aktuell auf Rang eins der Weltcup-Gesamtwertung, lag in seinem Heat voll auf Kurs für die nächste Runde. In der vorletzten Kurve wurde er bei einem Angriffsmanöver zu weit abgetragen, kollidierte mit einem Konkurrenten und kam über den 26. Platz nicht hinaus.

Jana Fischer kommt mit Druck nicht zurecht

Nicht gut lief es für die beiden weiblichen Starter. Hanna Ihedioha war bereits in der Qualifikation gescheitert. Lokalmatadorin Jana Fischer kam nach guter Qualifikation bei ihrem dritten Start beim Heimweltcup auf dem Feldberg mit der eigenen Erwartungshaltung nicht zurecht und landete am Ende auf Rang 16. Den Sieg bei den Frauen sicherte sich Lindsey Jacobellis (USA), vor der Italienerin Michela Moioli und der Tschechien Eva Samkova.

Für die Wintersportfreunde im Schwarzwald gibt es nach der Absage vom Sonntag einen kleinen Trost. Bereits am kommenden Wochenende geht es mit dem Weltcup-Gastspiel der alpinen Skicrosser weiter.