Welch eine Freude bei Paul Berg. Mit einer starken Leistung holte sich der Snowboardcrosser aus Konstanz im Team-Mixed-Wettbewerb zusammen mit Hanna Ihedioha die Bronzemedaille. Noch am Freitag hatte Berg Pech gehabt, als er im Männer-Halbfinale wegen eines kleinen Fehlers in Führung liegend ausgeschieden war und somit das große Finale verpasst hatte. Er war beim letzten Sprung gestürzt. „Ich habe in der letzten Kurve gemerkt, dass die anderen an mir dran kleben, war dann eine Millisekunde zu lang in der Gleitposition und konnte aus der tiefen Position den Kicker nicht mehr absorbieren“, sagte Berg.

Bärenstarke Leistung

Gestern nun zeigte der 27-Jährige erneut eine bärenstarke Leistung. Auch im Finale dominierte er seinen Lauf und übergab an Position eins liegend an seine Teamkollegin. Die allerdings musste noch die siegreichen USA und Italien auf Platz zwei an sich vorbeiziehen lassen. Für das Gastgeber-Gold sorgen Einzel-Champion Mick Dierdorff und die fünfmalige Weltmeisterin Lindsey Jacobellis, für Italien waren Omar Visintin und Olympiasiegerin Michela Moioli erfolgreich. Die Bräunlingerin Jana Fischer, die zusammen mit Leon Beckhaus das zweite deutsche Duo bildete, verpasste die Endläufe.

Erste Medaille seit 2001

Die zuvor einzige deutsche WM-Medaille im Snowboardcross hatte Markus Ebner 2001 in Madonna di Campiglio mit Silber geholt. Snowboard Germany bejubelt insgesamt das erste WM-Edelmetall seit 2013. Damals holte Isabella Laböck in Kanada Gold im Parallel-Riesenslalom, Amelie Kober wurde in dem Wettkampf sowie im Parallel-Slalom jeweils Dritte.

Raceboarder wollen nachlegen

Heute (21.00 Uhr MEZ) wollen auch die deutschen Raceboarder um die Olympia-Medaillengewinner Selina Jörg und Ramona Hofmeister im Parallel-Riesenslalom jubeln. Paul Berg jedenfalls kann gut gelaunt die Heimreise antreten.