Was haben Iwan Petrowitsch Pawlow, Grigori Alexandrowitsch Potjomkin und der tschechoslowakische Mittelfeldspieler Antonin Panenka gemeinsam? Alles Fußballer? Quatsch! Nein, alle drei haben einmaliges geschaffen und damit ihre Namen verewigt. Panenka war der Kollege aus der damaligen Tschecheslowakei, der den Ball beim Elfmeterschießen des EM-Finales 1976 gegen Deutschland ins Tor chippte. Potjomkin soll eine Schwäche für Dörferfassaden gehabt haben.

Der Legende nach wollte Zarin Katharina II. sich selbst 1787 ein Bild davon machen, wie sich die Region Neurussland unter Feldmarschall Potjomkin so entwickle. Der, so die Vermutung, hatte ordentlich geprahlt und dabei wohl etwas übertrieben. Was aber tun, wenn man neue, schöne Dörfer versprochen hat aufzubauen, die aber gar nicht da sind? Potjomkin ließ einfach einige hübsche Fassaden an den Wegesrand zimmern – fertig war die Illusion einer schönen Welt, das Potemkinsche Dorf war erfunden.

Tatsächlich wurde die Story vom Fassadenkreateur dem armen Feldmarschall wohl nur von seinen Widersachern angedichtet, um ihn in Misskredit zu bringen. Und Pawlow? Der experimentierte mit Hunden und registrierte, dass die Reaktion auf Futter auch durch einen Glockenton erreicht werden kann, wenn beide zuvor in engem zeitlichem Zusammenhang einhergehen. Dieses Phänomen bezeichnete Pawlow als Konditionierung. Wir sprechen heute vom Pawlow’schen Hund. Wau!

 

Der Autor dieses Textes Dirk Salzmann.