Ausgerechnet Mesut Özil, dem man als Kicker ja immer eine gewisse Lethargie im Ausdruck nachsagt, soll sich mit einem Narkosemittel in einem Nachtclub berauscht haben. Zusammen mit einigen Teamkollegen von Arsenal London sei das geschehen, schon vor einigen Monaten, wie die britische Tageszeitung „Sun“ berichtet und ein ihr zugespieltes Video veröffentlichte. Das zeigt wohl die Herren Kicker, wie sie abwechselnd an einem prall gefüllten Luftballon nuckeln. Frei nach dem Motto, das mein Stabsunteroffizier bei der Bundeswehr vorgab, als ein Kamerad nicht mehr Herr seiner peripher in der Körpermitte austretenden Gase war: Jeder eine Nase voll, dann ist es weg! Aber zurück zum eigentlichen Thema. In England ist der Konsum von Lachgas, um das es sich hier wohl handelt, erlaubt, wenngleich umstritten, da das Betäubungsmittel angeblich auch Ohnmachtsanfälle auslösen kann. Özil & Co. wirken nach der Inhalation teilweise tatsächlich, als hätten sie zu lange am Kopfballpendel geübt. Auf der Insel wird nun diskutiert, ob ein Profifußballer das darf oder nicht. Sicher ist: Nicht alles, was einem vor die Nase gehalten wird, sollte man auch einatmen.

Stefan Luitz könnte der Lungen-Gasaustausch beispielsweise sogar seinen ersten Weltcupsieg kosten. Und das ist nicht aus der Luft gegriffen. Pustekuchen! Der Skirennfahrer soll bei seinem Premierenerfolg vor wenigen Tagen in Beaver Creek zwischen den beiden Durchgängen Sauerstoff durch eine Maske eingeatmet und damit gegen das Reglement des Skiweltverbandes (FIS) verstoßen haben. Davon haben inzwischen auch die Regelhüter Wind bekommen und prüfen eine nachträgliche Disqualifikation. Allerdings erlaubt die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada wiederum das Einatmen von Sauerstoff. Ganz ohne ginge es übrigens auch schlecht. Fraglich ist nun, welches Regelwerk ausschlaggebend ist. Das der Wada, das der FIS?

Für alle Beteiligten gilt aber vorerst: tief durchatmen, die Aufregung wird sich – Sie wissen schon in was – auflösen. Dazu wünschen wir langen Atem und ein schönes Wochenende.