Snowboardcross bietet sich geradezu dazu an, fantastische Bilder zu produzieren. Die Sportart ist rasant, es gibt Sprünge und Zweikämpfe – aber auch Stürze. All das gehört zum Kampf Mann gegen Mann. Nun in Pyeongchang aber haben es die Organisatoren übertrieben.

Sie haben einen extrem schweren Kurs gebaut und dabei wohl die Geschwindigkeit der Athleten unterschätzt. Die kamen mit soviel Tempo an die Sprünge ran, dass die Flüge viel zu weit gingen. Kurz vor dem Ziel sind die Starter gut 30 Meter in der Luft und müssen bereits im flachen Bereich wieder landen. Das ist gefährlich und vor allem schmerzhaft für die Gelenke. Schon alleine ist es schwierig, diesen Kurs fehlerfrei runterzukommen. Wenn aber noch fünf Konkurrenten neben einem fahren, ist das fast unmöglich.

Die Folge sind viele Stürze. Natürlich muss es eine Herausforderung sein, um den Olympiasieg kämpfen zu können. Am Ende soll tatsächlich der beste Fahrer die Goldmedaille um den Hals haben. Es ist aber nicht der richtige Weg, das Spektakel über die Gesundheit der Sportler zu stellen. Die hatten vor dem Rennen ihre Bedenken angemeldet, getan wurde nichts. Der Kanadier Christopher Robanske musste nach einem Zusammenprall verletzt abtransportiert werden. Schade, dass das Spektakel über die Vernunft siegte.