Nach dem 4:3-Sieg nach Verlängerung gegen München am Donnerstag wollten die Schwenninger Wild Wings gestern in Nürnberg unbedingt nachlegen. Und tatsächlich gewannen die Schwarzwälder auch das zweite Spiel nach dem Trainerwechsel in der Deutschen Eishockey Liga. Coach Paul Thompson konnte sich über einen 2:0 (1:0, 0:0, 1:0)-Erfolg seiner Mannen freuen, die mit nun zwölf Punkten allerdings weiterhin am Tabellenende rangieren.

Die Gastgeber hatten im ersten Drittel mehr vom Spiel, zumal sich die Schwenninger drei Strafzeiten leisteten. Nürnberg ließ allerdings sämtliche Chancen aus. Anders die Wild Wings, die durch Marcel Kurth (18.) den Führungstreffer erzielten. Schwenningen, das verletzungsbedingt unter anderem auf die drei Finnen Kalle Kaijomaa, Jussi Timonen und Markus Poukkula verzichten musste, verteidigte die Führung mit Glück und Geschick.

Paul Thompson gewann auch sein zweites Spiel mit den Wild Wings.
Paul Thompson gewann auch sein zweites Spiel mit den Wild Wings. | Bild: Kaltenbach, Christof

Im Mitteldrittel hätten Marc El-Sayed und Simon Danner beinahe auf 2:0 erhöht, Niklas Treutle im Tor der Nürnberger war aber jeweils zur Stelle. Dann kassierten die Gastgeber ihre erste Unterzahl, doch Philip McRae und Andreé Hult vergaben für Schwenningen. Nun gerieten Stefano Giliati und Nünbergs Dane Fox aneinander. Der Schwenninger saß bereits auf der Strafbank, kehrte dann aber eigenmächtig auf das Eis zurück, um mit Fox „Nettigkeiten“ auszutauschen. Für beide war die Partie damit beendet. In den letzten Minuten des zweiten Durchgangs übernahmen wieder die Ice Tigers die Regie, doch SERC-Schlussmann Dustin Strahlmeier parierte. So blieb es nach zwei Dritteln bei der knappen Gästeführung.

Im furiosen Schlussabschnitt drängten die Gastgeber weiter auf den Ausgleich, scheiterten aber immer wieder im Abschluss. Kurz vor Schluss traf Anthony Rech (59.) in Überzahl stattdessen zum 2:0, womit der Sieg und gleichzeitig der erste Shutout von Schwenningens Torwart Dustin Strahlmeier seit knapp zwei Jahren perfekt war.

Schwenningens neuer Trainer Paul Thompson sagte nach dem Spiel: „Im ersten Drittel sind wir unter viel Druck geraten, haben gewackelt, sind aber nicht gebrochen, weil Dustin sehr gut gehalten hat. Wir haben im zweiten und dritten Drittel ein sehr gutes und smartes Auswärtsspiel gezeigt. Die Partie ist heute in unsere Richtung gelaufen und ich bin sehr zufrieden.“