Eine Fußball-WM ohne Italien? Unvorstellbar – aber seit Montagnacht doch bittere Wirklichkeit. Natürlich hatte die große Fußballnation Pech, in der Gruppenphase bekam die Mannschaft von Trainer Gian Piero Ventura unter anderem Spanien vorgesetzt und in den Playoffs die starken Schweden. Dennoch war es ein Scheitern mit Ansage.

Italiens Fußball kämpft mit vielen Problemen. Die meisten Stadien sind alt, Geld für Jugendakademien fehlt, neue Stars sind entsprechend Mangelware und bis auf Juventus Turin kann keine andere Mannschaft mit Europas Spitzenteams in der Champions League mithalten.

Einige Clubs wie Lazio Rom leiden zudem unter den eigenen, gewaltbereiten Anhängern. Viel schlechter kann es nicht mehr werden. Die größte Krise in der Geschichte von Italiens Balltretern ist daher auch die Chance auf einen Neuanfang. Sonst droht bei den kommenden Turnieren wieder nur die Zuschauerrolle – auch wenn die WM ab 2026 mit 48 statt 32 Mannschaften ausgespielt werden wird.