Alexander Schwolow: Auf der Linie macht dem Freiburger Schlussmann kaum einer etwas vor, da kann er sich regelmäßig auszeichnen, so auch wieder gegen Wolfsburg. Problematisch wird es manchmal bei technischen Feinheiten, sei es ein unüberlegtes oder ein unsauberes Abspiel. So sorgte Schwolow auch gegen die Wolfsburger für das ein oder andere Raunen im Schwarzwaldstadion. Chancenlos bei allen Gegentoren, obwohl er beim Elfmetertor sogar die Ecke ahnte. – Note: 3,5

Lukas Kübler: Hatte mit seinem Gegenspieler Josip Brekalo keine einfache Aufgabe, da viele Angriffe der Wolfsburger über deren linke Seite gingen. Vor dem 0:1 ließ er Brekalo zu viel Raum, der prompt für den Torschützen Roussillon auflegte. Im Laufe des Spiels fand sich der SC-Verteidiger immer besser zurecht und gewann viele Zweikämpfe. – Note: 3

Philipp Lienhart: Kam als Ersatz für den verletzten Gulde in der Viererkette neben Dominique Heintz zum Einsatz. Übernahm Verantwortung und setzte sich mehrmals gut in Szene. In der 41. Minute blockte er mit einer Grätsche in letztem Moment Brekalos Abschluss und verhinderte das vermeintlich sichere 1:2. Gekrönt hätte er seine gute Leistung in der dritten Minute der Nachspielzeit mit einem astreinen Kopfballtreffer zum 4:3 – wenn Schiedsrichter Brych nicht als Spielverderber aufgetreten wäre und das Tor wegen vermeintlich strafbarer Abseitsposition von Mitspieler Heintz annullierte. – Note: 2

Dominique Heintz: War stets bemüht das Spiel zu öffnen, hatte aber besonders in Hälfte eins gegen defensiv clever agierende Wolfsburger Schwierigkeiten, die richtige Lösung zu finden. Defensiv solide. Er soll sich bei Lienharts 4:3-Treffer sowohl in einer Abseitsposition als auch im aktiven Zweikampf mit Knoche und/oder Torwart Casteels befunden haben, wie Schiri Brych nach Videobeweis argumentierte. Es war schlicht eine falsche Auslegung des Unparteiischen, der sich die Note 5 im Übrigen redlich verdient hätte. Heintz erhält dagegen die Note: 3

Christian Günter: Sein Einsatz war auf Grund einer fiesen Fleischwunde, die er sich in der Vorwoche im Spiel beim VfB Stuttgart zugezogen hatte, fraglich. Trat trotzdem an und die Verletzung hinderte ihn dann nicht daran, viel zu laufen und zu arbeiten. Hatte gegen offensiv bemühte Wolfsburger viel Defensivarbeit zu tun. Versuchte trotz allem offensiv etwas beizutragen, allerdings ohne viel Wirkung. – Note: 3

Janik Haberer: Kam nicht wie zuletzt auf der Sechs, sondern auf der rechten Außenbahn zum Einsatz. Konnte dort aber nicht wie erhofft offensive Impulse geben. Besser wurde sein Spiel ab der 70. Minute, als er auf der zentralen Position agierte. Kämpferisch wie immer gut, aber mit zuletzt nicht gesehenen Schwächen im Passspiel. – Note: 3,5

Robin Koch: Wie schon gewohnt fand sich der etatmäßige Innenverteidiger auf der Sechserposition ein und spielte dort neben dem offensiveren Mike Frantz den defensiven Spieleröffner. Fand nicht gut ins Spiel und hatte einige vermeidbare Fehlpässe. In Minute 62 riss er Wölfe-Stürmer Weghorst im Strafraum um und verursachte den Elfmeter, den der Gefoulte zum zwischenzeitlichen 1:2 verwandelte. – Note: 4,5

Mike Frantz: Trainer Christian Streich entschied sich dafür, seinen Kapitän auf der Sechs anstatt auf der rechten Außenbahn auflaufen zu lassen. Wirkte die ersten 20 Minuten geradezu verloren auf der ungewohnten Position. Danach wurde es besser, aber immer noch nicht wirklich gut. In den 69 Minuten, die er bis zu seiner Auswechslung absolvierte, war er mit 81 Prozent gewonnener Zweikämpfe allerdings bester Freiburger in dieser Statistik. – Note: 3,5

Vincenzo Grifo: Der Rückkehrer feierte seine Heimspielpremiere, nachdem eine Klausel im Vertrag ihm noch einen Einsatz gegen seinen Arbeitgeberclub Hoffenheim untersagte. Aus dem Spiel heraus gelang auch ihm in Hälfte eins nicht viel, vom fulminanten Ausgleichstreffer abgesehen. Mit dem ersten Schuss auf das VfL-Tor markierte er nach gutem Pressing und Abspiel von Niederlechner das 1:1. In Halbzeit zwei war es seine scharf geschossene Ecke auf den kurzen Pfosten, die Petersen zum 2:2 verwerten konnte. Ein Tor, ein Assist – Note: 2

Florian Niederlechner: Nach zuletzt zwei Joker-Toren gegen Hoffenheim und Stuttgart durfte er wieder von Anfang an ran. Blieb ohne Torabschluss und ohne gefährliche Torraumszene. Bemühte sich aber im Pressing sehr und konnte so in der 37. Minute dem von Petersen unter Druck gesetzten Brooks den Ball stibitzen und ihn perfekt auf Grifo querzulegen – das 1:1 war die Folge. Läuferisch stark, ansonsten bis zur Auswechslung in Minute 81 auch mit blassen Szenen. – Note: 3

Nils Petersen: Wieder spulte der von den Freiburger Fans als „Fußballgott“ geadelte Stürmer Kilometer für Kilometer ab und warf sich einige Male sogar tief in der eigenen Hälfte in den Zweikampf. Seine herausragende läuferische Leistung krönte Petersen mit einem starken Kopfballtreffer und einem herrlichen Assist mit der Brust, den Waldschmidt zum 3:3 nutzte. Zeigte einmal mehr, dass er für den SC Freiburg unersetzbar ist. – Note: 2

Gianluca Waldschmidt: Wurde in der 69. Minute für Mike Frantz eingewechselt, um nach erneutem Rückstand die Offensive zu verstärken. Auch wenn er zunächst nicht zu sehen war, stand er eben in der 88. Minute goldrichtig und verwertete die elegante Vorlage von Petersen mit einem wuchtigen Volleyschuss zum 3:3-Endstand – Job getan! – Note: 2

Lucas Höler: Kam in der 81. Minute für Florian Niederlechner. Blieb aber ohne effektive Wirkung und auch ohne Benotung.

Marco Terrazzino: Kurzeinsatz für eine Handvoll Nachspielsekunden. Kam sogar zu einer Abschlusschance – und schoss weit daneben. Bleibt ohne Benotung.