Es ist ja mittlerweile zur Gewohnheit geworden, dass Fußball-Bundesligisten unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainieren. Also Fans, Medien und allzu neugierige Spione von anderen Vereinen ausschließen, sobald es auch nur in die Nähe des nächsten Spiels geht. Es muss ja auch gesichert sein, dass der Trainer mit seinen taktischen Maßnahmen seinen Gegenüber tatsächlich noch überraschen kann. Erfindungsreichtum ist also gefragt. Die momentane Vorreiterrolle übernimmt dabei der SV Werder Bremen, der vor der Partie gegen Hoffenheim einen Beobachter in den Kraichgau schickte, der allerdings wegen der geschlossenen Tore Gefahr lief, ohne Informationen an die Weser zurückzukommen. Das wollte sich der Mitarbeiter nicht antun, weshalb er flugs eine Drohne in den Himmel schickte – ausgerechnet genau zu der Zeit, als Hoffenheim sein Abschlusstraining bestritt. Zu keiner Zeit sei diese Drohne über den Trainingsplatz geschwebt, beteuerten nun die Bremer Verantwortlichen. Was aber hat sie dann aufgenommen? Die Gegend rund um Sinsheim bietet wenig Aufregendes. Ein Spionageversuch der allerersten Güte also.

Was könnte noch kommen in Zukunft? Vielleicht einen Hund aufs Trainingsgelände schmuggeln, der eine Linse mit Kamera in seinem Auge trägt. Wobei hier gesichert sein muss, dass sich der Hund nicht allzu weit weg vom Ort des Geschehens bewegt. Nicht dass später auf den Bildern nur die Bäume rund um den Platz zu sehen sind statt der gewünschten Ausführung von Standardsituationen. Wer noch keine Idee hat oder technische Nachschulung braucht, kann sich vertrauensvoll an den BND oder gar die CIA wenden. Dort sollte die nötige Ausrüstung und das Fachwissen für Spionage vorhanden sein.