Bei fünf Punkten Vorsprung sind die Jungs von Trainer Daniel Eblen nicht mehr einzuholen.

Die beiden restlichen Partien der HSG Konstanz am Samstag in Hochdorf (19.00 Uhr) und am 30. April zu Hause gegen die SG Kronau-Östringen II (19.00) sind reines Schaulaufen. Der Saisonausklang in der Schänzlehalle wird nun zum rauschenden Fest mit ordentlich Freibier und offizieller Meisterehrung.

Am Schänzle verfolgten die Konstanzer Spieler gestern nach ihrer Trainingseinheit das Geschehen in Hochdorf via Liveticker. Als der Aufstieg perfekt war, gab es, so Präsident Otto Eblen, „heftige Bierduschen“. Der langjährige Macher der HSG Konstanz in seiner ersten Reaktion: „Jetzt lässt die Anspannung endlich nach. Wir haben die gesamte Saison über keinen Zweifel gehabt.“ Stimmt, er selbst auch nicht, denn Eblen hatte bereits am Mittwoch die ersten Einladungen zur großen Meisterfeier verschickt. „Ich habe mich schon ein bisschen über mich selbst gewundert“, sagte der Präsident und lachte befreit.

Die SG Leutershausen wollte in Hochdorf seine minimale Restchance wahren. Schnell ging die Mannschaft von Trainer Marc Nagel mit 9:5 in Führung, danach riss der Faden. Die Gastgeber legten einen Fünf-Tore-Lauf zur erstmaligen Führung (10:9) hin und lagen zur Pause dann mit 15:12 vorne. Das war denn auch schon die Vorentscheidung, denn die Leutershausener kamen im zweiten Durchgang nie mehr näher als auf drei Tore heran. Im Schlussspurt erhöhte der TV Hochdorf sogar noch auf 32:25.

Damit hat die HSG Konstanz zum zweiten Mal nach 2001 den Aufstieg die 2. Bundesliga geschafft. In der zweithöchsten Spielklasse legte sie unter Trainer Adolf Frombach in der ersten Saison mit über 1000 erzielten Treffern einen Ligarekord hin, im zweiten Spieljahr aber ging es wieder bergab. Daran aber denkt jetzt nicht ein einziger Handballfreund am Bodensee – Feiern ist angesagt!