Der VfB Friedrichshafen hat den Ansturm der Berlin Recycling Volleys nicht aufhalten können. Nach dem 1:3 in Berlin vergangenen Mittwoch hat die Mannschaft von Trainer Vital Heynen auch das dritte Spiel gestern Nachmittag in der Friedrichshafener ZF-Arena mit 1:3 verloren und beendet die Volleyballsaison als Vizemeister.

Total enttäuscht, wie niedergestreckt lagen die Friedrichshafener Volleyballer nach dem Schlusspfiff an der Bande in der ZF-Arena. Gerade eben war ihr Traum vom 14. Meistertitel geplatzt. Die Niederlage fühlte sich umso schlimmer an, weil ja das junge Team in der Hauptrunde sowie im Supercup und DVV-Pokal den Berlinern eine lange Nase gedreht hatten. Besonders niederschmetternd das zweite 1:3 in vier Tagen, weil zuvor der VfB auf alles, was sein Kontrahent auch angestellt hatte, stets eine siegreiche Antwort gewusst hatte. Nur nicht im Finale. Ausgerechnet. „Wir haben es in Berlin schon zu sehr daran gedacht, dass wir deutscher Meister werden können“, hatte Kapitän Simon Tischer als Erklärung für die erste Niederlage der Saison gegen Berlin erkannt. Am Sonntag hatten es seine Mitspieler und er nicht verstanden, aus dieser Erkenntnis Kraft und Selbstvertrauen zu tanken. Von Anfang an in die Defensive geraten, war beim 22:25, 27:25, 20:25 und 22:25 vor ausverkaufter ZF-Arena (3750 Zuschauer) gegen „die bessere Mannschaft“ (Tischer) kaum ein Durchkommen. Nur selten führten die Friedrichshafener Volleyballer in dem knapp zwei Stunden eines immer wieder begeisternden Schlagabtausches. Das Ruder aber konnten sie nur einmal herumreißen. Im zweiten Satz. Danach gelang das nicht mehr. Die Berliner beherrschten die Szenerie nach Belieben. „Wir haben die erfahreneren Spieler“, sagt ein „überglücklicher“ Robert Kromm, mit 20 Punkten bester Spieler der Partie. Das habe am Ende den Ausschlag gegeben, fügt der Außenangreifer an.

Das sieht auch Sebastian Schmidt so. Der VfB-Geschäftsführer ist trotzdem glücklich über eine erfolgreiche Saison mit den Gewinn des Supercups und des DVV-Pokals: „Ich bin stolz auf die Mannschaft und auf das Team hinter dem Team.“