Durch das 1:1 (0:1) bei Eintracht Frankfurt hat der SC Freiburg zum Rückrunden-Auftakt einen beeindruckenden Lauf fortgesetzt: Das Team von Trainer Christian Streich ist jetzt in der Fußball-Bundesliga seit sechs Spielen ungeschlagen. Trotzdem haben die Breisgauer nach wie vor nur einen kleinen Vorsprung auf die Abstiegsränge. Und die nächsten drei Gegner haben ein anderes Kaliber als die Eintracht: Streichs Elf muss nun hintereinander gegen RB Leipzig, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen ran. „Wir müssen natürlich besser Fußball spielen in den nächsten Wochen“, sagte der Trainer des Sport-Clubs.

Streich setzt darauf, dass seine Mannschaft auch noch einen anderen Trend fortsetzt: Nämlich sich innerhalb eines Spiels stetig zu steigern. Auch in Frankfurt geriet der SC in einer dürftigen ersten Halbzeit durch ein Tor von Sebastien Haller (28.) in Rückstand. Nach der Pause stellte er sein bis dato sehr zaghaftes Spiel aber um. Die Folge: Freiburg bestimmte die Partie, Frankfurt verlor den Faden. Schließlich schoss Robin Koch das erste Bundesliga-Tor seiner Karriere und belohnte die Steigerung seines Teams.

„Das ist ein ganz besonderer Moment, das erste Bundesliga-Tor“, sagte der Verteidiger hinterher. „Dass es dann noch so ein wichtiges Tor ist, durch das wir hier einen Punkt mitnehmen, ist auch besonders.“

Gegen die nächsten drei Gegner, die alle um die Champions-League-Plätze mitspielen, ist eine deutliche Steigerung aber wieder vonnöten. Das weiß auch der Freiburger Präsident. „Wir haben ja noch ein sehr, sehr schweres Auftaktprogramm“, sagte Fritz Keller. „Gegen diese Gegner wäre es schön, wenn wir nicht nach einer kurzen Balleroberung den Ball schon wieder verlieren. Dass wir dann vielleicht ein bisschen mehr den Ball in die eigenen Reihen und ein bisschen mehr Ballsicherheit kriegen.“

Außerdem hoffen die Breisgauer auf die Rückkehr von mehreren verletzten Schlüsselspielern. Gegen Frankfurt fielen gleich sechs von ihnen aus. „In dieser Woche haben wir bei den vielen Verletzten schon gedacht: Wie soll das heute gehen? Und in der ersten Halbzeit ist es nicht gut gegangen, das hat jeder gesehen“, sagte Streich.

Mit Blick auf die anstehenden Aufgaben sagte auch Keller: „Ich hoffe, dass der ein oder andere Verletzte wieder zurückkommt.“ Zum Beispiel der an Rückenproblemen leidende Mittelfeldspieler Nicolas „Chico“ Höfler. „Er gibt den Takt vor und bringt die Ruhe hinein im Mittelfeld“, sagte Keller. „Wir sind ja nicht so aufgestellt, dass wir jeden, den wir haben, eins zu eins ersetzen können.“

Aber auch der Häufung an Verletzungen gewann Keller etwas Gutes ab: „Trotzdem muss man es auch positiv sehen, dass wieder junge Kerle rankommen, die dann ihre Chance haben.“ Er freute sich über das Bundesliga-Debüt von Mohamed Dräger, der seit 2011 im Verein ist und erst kürzlich zu den Profis befördert wurde: „Das sind die schönen Momente, das muss ich echt sagen“, sagte Keller. (dpa)