Alexander Schwolow

Chapeau, Respekt, Extralob! Freiburgs Nummer 1 zeigte sich von seiner besten Seite. In Halbzeit eins blieb er Sieger gegen Dabbur, als Hoffenheims Stürmer alleine vor ihm auftauchte und ihn per Heber düpieren wollte. In Halbzeit zwei parierte Schwolow mehrfach ganz stark. Das Sahnehäubchen lieferte der SC-Keeper in der 88. Minute, als er einen scharfen Schuss von Bebou mit den Fingerspitzen um den Pfosten lenkte. Wie sagte ein Fan auf der Tribüne? „Zum Glück het de Schwolli so lange Griffel!“ – Note: 1

Die Befreiung: Torwart Alexander Schwolow bejubelt seinen Shot-Out beim 1:0 Sieg über Hoffenheim.
Die Befreiung: Torwart Alexander Schwolow bejubelt seinen Shot-Out beim 1:0 Sieg über Hoffenheim. | Bild: Hahne, Joachim

Jonathan Schmid

Sind wir ehrlich, ein echter Verteidiger wird der Jonny nicht mehr. Wenn er sich dann auf der rechten Seite nach vorne einmischen kann, sieht alles gleich viel besser aus als sein defensives Zweikampfverhalten. Und in der Vorwärtsbewegung hatte Schmid einige gute Momente. – Note: 3

Jonathan Schmid (Freiburg)
Jonathan Schmid (Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Robin Koch

Nach 25 Minuten war Schluss für den Abwehrchef des Sportclubs. Nach einem Zweikampf in Torausnähe im eigenen Strafraum rauschte Koch Kopf voran in die Werbebande und zog sich dabei eine Schnittwunde zu. Blutend musste er vom Feld. Bis dahin.stabil. – Note für 25 Minuten: 3

Mit einer Platzwunde am Kopf muss Robin Koch ausgewechselt werden.
Mit einer Platzwunde am Kopf muss Robin Koch ausgewechselt werden. | Bild: Hahne, Joachim

Manuel Gulde

Ersetzte ab der 25. Minute den verletzen Koch. Wurde sofort von Luca Waldschmidt mit einem ungenauen Zuspiel auf die Probe gestellt und bestand diese mit Auszeichnung. Schneller am Ball als der herannahende Dabbur, mit feinem Pass gleich das Umschaltspiel in Gang gesetzt. Das gab offensichtlich Selbstvertrauen, am Ende stand der Innenverteidiger sogar als der Freiburger mit den meisten Torschüssen in der Statistik. Präzise gesagt waren es Kopfbälle nach Eckstößen von Günter – einen davon musste Skov für seinen geschlagenen Torwart Pentke von der Linie kratzen. – Note: 2

Jonathan Schmid (Freiburg)
Jonathan Schmid (Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Dominique Heintz

Solider Auftritt, einige schöne Spieleröffnungen, anders als noch vor Wochenfrist beim 0:4 in Köln sehr zweikampfstark. Erst in der stürmischen Schlussphase der Hoffenheimer wie alle Nebenleute phasenweise leicht unsortiert. – Note: 3

Bild: Hahne, Joachim

Christian Günter

Im Vergleich zu seinen Darbietungen gegen Paderborn und in Köln verbessert. Sorgte mit dynamischem Antritt für die spielentscheidende Szene, weil ihn im Strafraum Hoffenheim-Verteidiger Posch weggrätschte. Trainer Christian Streich lobte: „Wie er da den Ball behauptet und weiterläuft, war klasse. Da konnte er nur noch gefoult werden.“ – Note: 2,5

Christian Günter (Freiburg)
Christian Günter (Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Amir Abrashi

Trainer Christian Streich setzte auf die körperliche Präsenz seines laufstarken Mittelfeldabräumers. Der albanische Nationalspieler hatte mehrere gute Defensivaktionen und hätte sich beinahe auch noch in die Torschützenliste eingetragen. In der 42. Minute parierte Pentke seinen Heber, in der 49. Minute lenkte Hoffenheims Schlussmann seinen 16-Meter-Schuss um den Pfosten. Einziger Wermutstropfen: Ein Ballverlust vor dem eigenen Strafraum, der Dabbur frei zum Schuss kommen ließ. Schwolow rettete – und Abrashi konnte durchatmen. – Note: 3

Amir Abrashi (Freiburg)
Amir Abrashi (Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Nicolas Höfler

War in der erstne Halbzeit der absolute Balleroberer. Wo die Hoffenheimer sich auch durchkombinieren wollten, eine Fußspitze oder die Hacke Höflers waren irgendwie immer im Weg. Damit war er der Dominator im Mittelfeld. In Halbzeit zwei plötzlich mit zwei eklatanten Stockfehlern binnen weniger Sekunden, doch danach fing sich der Chicco wieder. In Summe ein guter, ein wichtiger Auftritt. – Note: 2

Nicolas Hoefler (Freiburg)
Nicolas Hoefler (Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Jannik Haberer

Kam nach 72 Minuten für Luca Waldschmidt. Zeigte gleich beherzten Einsatz, der ihm in der Statistik die natürlich fragwürdige Ehre des zweikampfstärksten Freiburgers einbrachte – in 21 Minuten (inklusive Nachspielzeit) schafft man natürlich eher eine Quote von 75 Prozent als über 90 Minuten. – Note für den Kurzeinsatz: 2

Janik Haberer (Freiburg)
Janik Haberer (Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Lucas Höler

Im Heimspiel gegen Paderborn klappte bei der Nummer 9 so gut wie gar nichts. Diesmal hatte er Wirkung, vor allem in der spielentscheidenden 33. Minute. Höler war res, der Christian Günter intelligent auf die Reise schickte, die dann von Hoffenheims Posch rüde beendet wurde und Schiedsrichter Jablonski folgerichtig zum Elfmeterpfiff animierte. – Note: 2,5

Lucas Hoeler (Freiburg)
Lucas Hoeler (Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Changhoon Kwon

Viel unterwegs, wie immer wuselig in seinen Aktionen, allerdings ohne die ganz große Wirkung. Hätte in Halbzeit eins die Chance zum Sololauf gehabt, traute sich dann aber nicht – wohl, weil der Ball nicht auf seinem starken linken Fuß lag. Wie sagte SC-Trainer Streich: „Wenn er Druck hat, macht er‘s gut. Wenn er keinen hat, spielt er manchmal schlampig.“ – Note: 3,5

Changhoon Kwon (Freiburg)
Changhoon Kwon (Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Luca Waldschmidt

Sein erster Startelfeinsatz 2020, was laut seinem Trainer aber nicht verwunderlich sein kann. Erst die schwere Verletzung, nach der Vorbereitung dann noch eine Woche krank im Bett, „erst heute konnten wir das riskieren“, so Streich. Waldschmidt sollte fußballerische Akzente setzen, und das gelang ihm einige Male, Zudem verwandelte er den entscheidenden Elfmeter mit der ihm eigenen stoischen Ruhe. Gut – mit Steigerungspotenzial. – Note: 2,5

Hoch, höher am Höchsten, Luca Waldschmidt (Freiburg) bejubelt sein Tor per Strafstoss zum 1:0, Lucas Höler (Freiburg) und Nils Petersen (Freiburg) kommen zum Gratulieren.
Hoch, höher am Höchsten, Luca Waldschmidt (Freiburg) bejubelt sein Tor per Strafstoss zum 1:0, Lucas Höler (Freiburg) und Nils Petersen (Freiburg) kommen zum Gratulieren. | Bild: Hahne, Joachim

Nils Petersen

Der vom Freiburger Publikum als Fußballgott verehrte Mittelstürmer hatte zuletzt auch nicht seine stärkste Zeit. Zum Abschluss kam er auch gegen Hoffenheim nicht, aber als Arbeiter gegen den Ball und als Ballkontrollierer lief es ganz ordentlich. Und wenn es keine Chancen für ihn gibt, liegt das ja gleich gar nicht nur bei ihm – er kann sie sich ja nicht selbst herausspielen. – Note: 3

Nils Petersen (Freiburg)
Nils Petersen (Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Vincenzo Grifo

Kam, die Nachspielzeit eingerechnet, für die letzten zwölf Minuten aufs Feld. Da gab es angesichts des Hoffenheimer Drucks keine Gelegenheit mehr, etwas Spektakuläres in der Offensive zu bieten. – ohne Note.

Vincenzo Grifo (Freiburg)
Vincenzo Grifo (Freiburg) | Bild: Hahne

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