Frau Wilkesmann, die Statistik zeigt einen dramatischen Rückgang im Mädchen-Fußball. Woran liegt das?

Das hat viele Gründe. 2006 gab es einen Boom mit der Heim-WM der Männer, 2011 konnte man diesen mit der Frauen-WM im eigenen Land bestätigen. Seither blieben große Erfolge aus. Außerdem fehlen im Mädchen- und damit im Frauenfußball die Vorbilder. Mit Birgit Prinz hörte die letzte richtige Identifikationsfigur vor ein paar Jahren auf.

Ute Wilkesmann.
Ute Wilkesmann. | Bild: Fynn Beckmann

Gibt es weitere Gründe?

Vielleicht sind viele Eltern einfach auch nicht mehr bereit, den Aufwand auf sich zu nehmen. Die Kinder müssen an den Wochenenden zu Spielen und unter der Woche ins Training gefahren werden.#

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Was plant der Südbadische-Fußballverband für den Gewinn neuer Mitglieder?

Eine Kampagne über Soziale Medien ist geplant, allerdings stecken wir da noch in einer Entwicklungsphase.

Wird im Mädchensportunterricht eigentlich Fußball gespielt?

Es gab in der Vergangenheit eine Fortbildung für Sportlehrer der regionalen Schulen die vom Südbadischen Verband angeboten wurde. Das wurde auch sehr gut angenommen. Ich selbst habe bei einer Sonderschule eine Fußball-AG geleitet. Die Zusammenarbeit mit Schulen soll weiter intensiviert werden. Die Heranführung von jungen Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund wird hier einen Schwerpunkt bilden.