Die Formel E: Die Serie startet in ihre fünfte Saison. In diesem Jahr hat sich das Auto grundsätzlich geändert, es heißt GEN2, was für Generation zwei steht. Vor allem die Batterie hat sich deutlich geändert. Sie leistet doppelt so viel, so dass zur Rennmitte das Auto nicht mehr getauscht werden muss. Auch die Optik ist völlig neu, was auch am Sicherheitsbügel Halo liegt. Die Batterie wiegt 385 Kilogramm und damit nur unwesentlich mehr als ihr Vorgänger. Es dauert rund 45 Minuten, bis sie geladen ist. Das Auto hat eine Länge von maximal 5,2 Metern und eine Höhe von 1,250 Metern. Das Mindestgewicht inklusive Fahrer beträgt 900 Kilogramm. Wo die Teams am meisten beeinflussen können, ist der Bereich der Software.

Technik-Puzzle unter der Verkleidung: Carbon ist auch in der Formel E das Material der Stunde.
Technik-Puzzle unter der Verkleidung: Carbon ist auch in der Formel E das Material der Stunde. | Bild: Audi AG (dpa)

Die Veränderungen: Neben dem neuen Auto gibt es auch neue Regeln. Eine sogenannte Attack-Zone ermöglicht den Piloten zusätzliche Leistung. Dafür müssen sie wie in einem Computerspiel über eine bestimmte Stelle auf der Strecke fahren, um die Zusatzenergie zu generieren. Nach wie vor gibt es den Fanboost, den der bei den Zuschauern beliebteste Fahrer für zusätzliche Energie nutzen kann.

Potenter Pistenzauber: Von Null auf Tempo 100 sprintet der Audi-Renner unter drei Sekunden.
Potenter Pistenzauber: Von Null auf Tempo 100 sprintet der Audi-Renner unter drei Sekunden. | Bild: Audi AG (dpa)

Das deutsche Element: Audi geht in seine zweite Saison als Werksteam in der Formel E, BMW ist seit diesem Jahr neu dabei und holte sich gleich den ersten Sieg am Wochenende. Mercedes ist mit seinem Kundenteam HWA aus Affalterbach vertreten und wird sich in der sechsten Saison als Werk engagieren. Deutsche Fahrer sind der Worndorfer Pascal Wehrlein (Mahindra), Daniel Abt (Audi), Andre Lotterer (DS Techeetah) und Maximilian Günther (Geox Dragon), Die bislang erfolgreichsten Formel-E-Fahrer mit je einem Titel sind Sebastien Buemi, Lucas di Grassi, Nelson Piquet jr. und Jean-Eric Vergne. Am bekanntesten dürfte im derzeitigen Fahrerfeld der ehemalige Formel-1-.Pilot Felipe Massa sein.

Steuern nicht vergessen: Das Lenkrad dieses Formel-E-Rennwagens von Audi bietet mit einer Flut an Knöpfen und Reglern eine Vielzahl an Bedienoptionen.
Steuern nicht vergessen: Das Lenkrad dieses Formel-E-Rennwagens von Audi bietet mit einer Flut an Knöpfen und Reglern eine Vielzahl an Bedienoptionen. | Bild: Audi AG (dpa)

Die Rennen: Los ging es in Saudi-Arabien, die 13 Rennen umfassende Saison ist eine Hatz über fünf Kontinente. Das deutsche Rennen findet am 25. Mai in Berlin statt. Weiter geht es nun mit dem zweiten Rennen am 12. Januar in Marrakesch. Das Ziel der Formel E ist es, neue Fans zu gewinnen. Dafür finden die Rennen mitten in der Stadt statt, die Strecken sind entsprechend kurz und ohne Auslaufzone. Die Autos sind im Vergleich zum gewohnten Motorsport wie die Formel 1 etwa deutlich leiser. Die Hersteller versprechen sich von ihrem Einsatz in der Formel E Erkenntnisse für die Serien-Produktion.

Rennen auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof: Formel-E-Wagen fahren beim Rennen um den "BMW i Berlin E-Prix 2018" über die Rennstrecke auf dem Tempelhofer Feld.
Rennen auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof: Formel-E-Wagen fahren beim Rennen um den "BMW i Berlin E-Prix 2018" über die Rennstrecke auf dem Tempelhofer Feld. | Bild: Bernd von Jutrczenka (dpa)