Wie auch im Rest Italiens wird das Scheitern in der Qualifikation wohl erst so richtig bewusst werden, wenn in Moskau das Eröffnungsspiel stattfindet. Dabei hätten sie ja gerade hier in Brescello Erfahrung mit Reisen nach Russland.

Mit dem Film „Genosse Don Camillo“ endet 1965 die fünfteilige Erzählung vom Priester, der mit Gott spricht und in Dauerfehde mit dem kommunistischen Bürgermeister liegt. Der Franzose Fernandel, der so unnachahmlich den Don Camillo spielte, starb 1971 während der Dreharbeiten zum sechsten Film „Don Camillo und das rothaarige Mädchen“, der unvollendet und unaufgeführt blieb. Die Reise der italienischen Delegation in ihre russische Partnergemeinde am Don dauert 105 Minuten und ist jedem zu empfehlen, der in der Vorrunde eine Fußball-Auszeit braucht.

Don Camillo hätte übrigens auch einen ganz passablen Nationaltrainer abgegeben, mit dem es die Italiener vielleicht doch zur WM geschafft hätten. Warum? Nun, im ersten Film der Reihe kommt es zum Spiel zwischen Peppones kommunistischer Jugend und den Pfarrkindern von Camillo, die von dem Priester mit diesen Worten auf das Duell eingestimmt werden: „Also, liebe Kinder, hört bitte mal zu. Ich beschimpfe Euch nicht, ich möchte euch nur etwas verraten.

Wenn unter Euch so ein Lump sein sollte, der die Absicht hat, nicht bis zum letzten Blutstropfen zu kämpfen, dem schlage ich sämtliche Zähne ein. Und das Nasenbein. Verstanden?“ Verstanden!