Für mich war das Eröffnungsspiel bei der Handball-Weltmeisterschaft mit dem 30:19-Sieg gegen Korea eine überzeugende Angelegenheit mit einem passenden Ergebnis. Ein guter Aufgalopp der deutschen Nationalmannschaft, aber mit viel Luft nach oben. Super gefallen hat mir die tolle Stimmung in der Halle mit den tollen Zuschauern, die sich alle sichtlich auf die WM gefreut und gejubelt und gefeiert und so für eine fantastische Stimmung gesorgt haben.

Auch wenn immer klar ist, dass es schwer ist, in ein Turnier zu kommen, hat die deutsche Mannschaft doch schnell gegen die Koreaner gezeigt, dass sie deutlich stärker ist. Aber die Jungs sind dadurch leider nicht in das Selbstverständnis gekommen, den Gegner klar zu dominieren. Sie haben für mich viel zu viele Chancen liegen gelassen und so zu wenig Tore gemacht. Klare Chancen nicht zu verwerten, könnte im Verlauf des Turniers durchaus zum Problem werden.

Gut war, dass alle 16 Spieler auf der Platte waren, Turnierluft geschnuppert haben und somit nun im Wettkampfmodus sind. Außerdem haben alle Feldspieler für sich Erfolgserlebnisse verbucht. Nur drei Spieler haben keine Tore gemacht: Fabian Wiede hat dafür gute Anspiele gezeigt, Finn Lemke war in der Abwehr überragend und Martin Strobel hat spielerisch prima Sachen gemacht. Somit sind jetzt alle bereit für große Aufgaben.

Im nächsten Spiel wartet am Samstag mit Brasilien eine viel stärkere Mannschaft auf uns als Korea, sodass eine Steigerung selbstverständlich nötig ist und die Spieler nicht so fahrlässig mit Torchancen umgehen dürfen. Die Jungs werden beim Heimturnier zwar weiter angespannt sein, aber mit dem guten Gefühl vom Auftaktsieg werden sie jetzt, da bin ich mir sicher, das Spiel gegen Brasilien befreiter angehen.