Im Tor steht Sven Ulreich, hinten spielen Niklas Süle, Rafinha und Martinez. Im Mittelfeld dann Tolisso, Sanches, James und Gnabry und im Sturm Wagner. Da fehlen noch zwei Mann für ein komplettes Team? Richtig, die kommen aus der Jugend dazu. Wer genau? Egal, zur Not taugt auch der Platzwart.

Diese Münchner Elf der Reservisten und Aussortierten von vergangenen Wochenende würde wohl um einen Spitzenplatz spielen und wäre wahrscheinlich die größte Bedrohung für die Startelf vom Samstagabend um Manuel Neuer. Gerade einmal zwei Spieltage sind absolviert, schon grüßen die Münchner Abonnementmeister wieder von der Tabellenspitze und die Liga fürchtet einmal mehr Langeweile im Titelkampf.

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Schließlich hat Borussia Dortmund lediglich vier Punkte, Hoffenheim drei und Leverkusen sogar noch gar keinen. Schalke und Leipzig wurden gleich am ersten Spieltag entzaubert. Fast schon als Drohung schob Neuer nach dem ungefährdeten Sieg beim VfB hinterher, dass man „noch nicht bei 100 Prozent“ sei, dass die Bayern also noch besser werden sollten.

Reschke regt Reform des Spielsystems an

Dass Michael Reschke, Sportvorstand der Schwaben, einen Tag nach der Niederlage seiner Mannschaft eine Reform des Spielsystems anregte, kam da fast schon einer Kapitulation gleich. „Vielleicht muss man sich in der Bundesliga auch mal mit einem Playoff-System beschäftigen. Ende der Saison spielen die ersten vier Mannschaften dann den Meister aus“, sagte Reschke.

Dabei hatten sogar die Münchner vor dem Liga-Start auf mehr Gegenwehr gehofft. „Fußball ist Emotion. Und ich bin über jeden Club glücklich, der uns unter Druck setzt“, hatte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge auf der Sommerreise in die USA gesagt. „Wir sind interessiert an einer emotionalen Bundesligaspitze.“ Wünsche darf man ja haben, erfüllen wird sich dieser eine aber wohl kaum.