Und niemals vergessen – immer eisern Union!

Es war ein trüber Novembertag in der Alten Försterei, dem Stadion des 1. FC Union Berlin. Der Verein spielte an jenem 14. November 1998 in der damals drittklassigen Regionalliga, gerade einmal 3300 Zuschauer waren gegen den Chemnitzer FC gekommen, aber sie erlebten etwas Besonderes. Nina Hagen, die in Ostberlin geborene Rock- und Pop-Ikone, sang vor mehr als 20 Jahren erstmals ihre neue Hymne für den Köpenicker Fußballklub.

Nina Hagen
Nina Hagen | Bild: WillMore

„Nina Hagen passte genau zu dem, was Union schon immer verkörpert hat: Ein bisschen wild, ein bisschen struppig und irgendwie verrückt“, sagt Christian Arbeit, Geschäftsführer Kommunikation beim Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Union Berlin. Man habe keine pathetische, getragene Hymne gebraucht, sondern eine, die so richtig rauh ist – echt Union eben. Wer sie einmal gehört hat in der Alten Försterei zu Köpenick, der weiß: Hagens „Eisern Union“ ist eine der wenigen Gänsehaut-Hymnen, die es im deutschen Fußball gibt – und so geht sie:

 

Wir aus dem Osten geh‘n immer nach vorn; Schulter an Schulter für Eisern Union

Hart sind die Zeiten und hart ist das Team; darum siegen wir mit Eisern Union

Eisern Union, immer wieder Eisern Union, immer weiter ganz nach vorn, immer weiter mit Eisern Union

Wer spielt immer volles Rohr? Eisern Union, Eisern Union

Wer schießt gern ein Extra-Tor? Eisern Union, Eisern Union

Wer lässt Ball und Gegner laufen? Eisern Union, Eisern Union

Wer lässt sich nicht vom Westen kaufen? Eisern Union, Eisern Union

Den Sieg vor den Augen, den Blick weit nach vorn; zieh‘n wir gemeinsam durch die Nation

Osten und Westen, unser Berlin; gemeinsam für Eisern Union

Eisern Union, immer wieder Eisern Union, immer weiter ganz nach vorn, immer weiter mit Eisern Union

Wo riecht‘s nach verbranntem Rasen? Eisern Union, Eisern Union

Da wo wir zum Angriff blasen. Eisern Union, Eisern Union

Es kann nur einen geben. Eisern Union, Eisern Union

Wir werden ewig leben. Eisern Union, Eisern Union

Eisern Union, immer wieder Eisern Union, immer weiter ganz nach vorn, immer weiter mit Eisern Union.

 

Nina Hagen geht jetzt nicht ganz so oft zum Fußball. Aber eben immer wieder zu Union. Über ihre Union-Hymne hat sie dem Berliner Tagesspiegel schriftlich Folgendes mitgeteilt: „Göttliche Fügung ... das war `ne Kombi aus diesseits und jenseits, das war ne Absegnung und Fügung von GANZ OBEN!! Mein Papi Hans Hagen hat Zeit seines Lebens die EISERN UNIONER unterstützt und war FAN der ersten Stunde ... also ehrlich, das war absolute FÜGUNG, dass ICH diese Hymne rocken durfte!“

Wissenswertes über den Verein

J+P+R Mittmann

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