Das kann ein fulminanter letzter Spieltag werden. In acht von neun Partien geht es noch um etwas, lediglich bei Mainz gegen Bremen wird um eine glänzende Süßfrucht, im Sportjargon goldene Ananas genannt, gekickt. Fangen wir oben an. Verliert der FC Bayern gegen den VfB Stuttgart, dann hätten die Schwaben tatsächlich noch eine realistische Chance auf die Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation – einzige Bedingung: Eintracht Frankfurt dürfte nicht auf Schalke gewinnen. Geht nicht in München? Warum nicht? Da treffen die beiden besten Rückrundenmannschaften aufeinander! Außerdem sind die Bayern im Weißbier-Abschiedstaumel um Jupp Heynckes, und der VfB überrascht seit dem Amtsantritt von Tayfun Korkut ja andauernd. In den Partien Hoffenheim-Dortmund und Leverkusen-Hannover geht es um die Champions-League-Plätze, sollten Hoffenheim und Leverkusen verlieren, wäre am Ende die Tür noch offen für RB Leipzig, einen eigenen Sieg bei Hertha BSC vorausgesetzt. Verlieren die Sachsen aber, wäre auch ein kompletter Knockout mit Rang acht noch möglich. Echt spannend, dass selbst Borussia Mönchengladbach noch Siebter werden kann. Das Szenario: Sieg in Hamburg, Frankfurt verliert auf Schalke und der VfB gewinnt nicht in München. Platz sieben gilt übrigens deshalb als Europa-League-Startplatz, weil kein Mensch mit einem Sieg der Frankfurter Eintracht im DFB-Pokalfinale gegen die Bayern rechnet. Käme der doch zustande, wäre Rang sieben der erste für die Katz...

Unten ist alles klar, oder? Von wegen. Aus südbadischer Sicht kann man sich nur wünschen, dass die Freiburger eine gute, ruhige Trainingswoche hinkriegen und dann mit Mut, Selbstvertrauen und gerne auch notwendigem Glück den einen noch fehlenden Punkt zum Klassenverbleib gegen Augsburg holen.