Vermutlich haben sich die Reporter des Boulevardblatts auf die Schenkel geklopft vor Freude über den gelungenen Coup. Ein solcher war es freilich nicht, denn irgendjemand aus der oberen Etage des Rekordmeisters musste die Nachricht ja durchgestochen haben.

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Wenig später gab es die Bestätigung des Klubs durch Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge. Natürlich, sowieso, alles einvernehmlich, weil man ja gerade in diesem Verein die Samthandschuhe erfunden hat.

Verständlich, aber irgendwo fast auch ein bisschen lächerlich, dass der vom Hof geschickte Kovac sich so äußerte, als sei die Trennung sein Vorschlag gewesen.

Kovac zeigte sich bis zuletzt kämpferisch

Noch gar nicht so lange ist es her gewesen, dass sich der Kroate kämpferisch gezeigt und mit Blick zurück auf die Herbstkrise vor einem Jahr erklärt hatte, damals sei am Ende „was Gutes“ entstanden. Das Gute war das Double, aber für die Ansprüche der Münchner Klubführung ist das doch eher das Normale.

In der Champions League kam gegen Jürgen Klopps FC Liverpool das Aus, und wenn man damit auch gegen den späteren Sieger der Königsklasse scheiterte, war es doch genau dieses Duell, das die Zweifel am Fußballlehrer Kovac hinreichend beförderte. 

immer wieder Fehltritte

Weil er nach dem 0:0 an der Anfield Road im Rückspiel mit defensiver Kontertaktik zum Erfolg kommen wollte, statt mutig im Vorwärtsgang die Entscheidung zu suchen.

Seither hieß es, der Mann habe zu wenig Offensivlösungen anzubieten. Zuletzt leistete sich der 48-Jährige auch immer wieder Fehltritte. Sehr ungeschickt degradierte er Publikumsliebling Thomas Müller zum Notnagel und verärgerte Kicker, indem er nach misslungenen Auftritten die Verantwortung auf sie schob. Vor dem Spiel in Frankfurt adelte Kovac dann auch noch die Eintracht-Fans als die besten überhaupt – so etwas darf er denken, aber niemals öffentlich sagen.

So gesehen stimmt Kovac' Satz denn doch: Die Trennung ist die beste Lösung!