Die Basketball-WM in China hat gerade erst begonnen – nach dem desaströsen Auftritt gegen die Dominikanische Republik (68:70) ist sie für das deutsche Team im Grunde genommen aber schon wieder vorbei. Das Turnier muss die Mannschaft von Bundestrainer Henrik Rödl noch fertig spielen, mit der Vergabe der Medaillen hat sie aber nichts mehr zu tun. Auch die Teilnahme an Olympia 2020 ist in weite Ferne gerückt. Für die hochgehandelten Dennis Schröder & Co. ist das ohne jeglichen Zweifel eine Riesenblamage. Als „eines der talentiertesten Teams der deutschen Basketball-Geschichte“ wurde das DBB-Team vom eigenen Verband eingeschätzt. Ein „Geheimfavorit“, sagten mehrere Experten. Die Chancen auf eine Medaille schienen so hoch wie lange nicht.

Frühes Aus die logische Folge

Zu sehen war davon aber nichts. Das frühe Aus bei der WM daher die logische Folge. Symptomatisch waren beispielsweise die deutschen Offensivbemühungen im völlig verkorksten ersten Viertel gegen Frankreich. Auf vier magere Punkte kam das DBB-Team in den zehn Spielminuten und stellte sich damit früh in der Partie vor eine schier unlösbare Mammutaufgabe.

Weiss: „Das ist großer Mist“

Klar ist auch: Schröder wird sich den Vorwurf gefallen lassen müssen, dass die Fußstapfen von Nowitzki für ihn (noch) zu groß sind. Gegen die Dominikanische Republik traf er von seinen 18 Feldwürfen nur fünf – eine ganz schwache Ausbeute. Auch ansonsten präsentierte sich der NBA-Profi weit entfernt von seiner Top-Form. Alles an ihm festzumachen, wäre aber falsch. Im gestrigen Spiel war er zumindest einer der Aktivposten, während sich seine Mitspieler teils haarsträubende Fehler leisteten. Schröder wollte zur Blamage nichts sagen, schlich kommentarlos davon. Für ihn fasste es Verbandschef Ingo Weiss treffend zusammen: „Das ist großer Mist.“