• 1984: SC Geislingen – Hamburger SV 2:0 – Damals war der Hamburger SV noch groß: Doch selbst mit Stars wie Uli Stein, Manfred Kaltz oder Felix Magath war das Team von Trainerlegende Ernst Happel beim schwäbischen Drittligisten klar unterlegen. Nach der Partie klagt Magath: „Die eigentliche Katastrophe ist, dass wir überhaupt keine Siegchance hatten.“
  • 1990: FV Weinheim – FC Bayern München 1:0. – Nur wenige Wochen nach dem WM-Triumph mit der DFB-Elf war für Klaus Augenthaler am 4. August 1990 eines klar: Der große FC Bayern München spaziert beim badischen Oberligisten Weinheim locker in Runde zwei. Doch am Ende siegt der Underdog sensationell durch ein Elfmeter-Tor von Hans-Peter Makan. Auch vier Jahre später schied der FCB in der ersten Runde aus (0:1 gegen den TSV Vestenbergsgreuth).
Der Sandhausener Spieler Thorsten Ehmann (links) freut sich zusammen mit einem Fan über den 13:12 Sieg seiner Mannschaft SV Sandhausen über den VfB Stuttgart.
Der Sandhausener Spieler Thorsten Ehmann (links) freut sich zusammen mit einem Fan über den 13:12 Sieg seiner Mannschaft SV Sandhausen über den VfB Stuttgart. | Bild: Jan_Pfeifer
  • 1995: SV Sandhausen – VfB Stuttgart 13:12 n.E. – Auch das magische Dreieck des VfB Stuttgart mit Krassimir Balakow, Fredi Bobic und Giovane Elber kann die Blamage beim damaligen Regionalligisten Sandhausen nach einem rekordträchtigen Elfmeterschießen nicht verhindern. Einige Kicker müssen sogar doppelt antreten. Als einziger Schütze verschießt der Stuttgarter Hendrik Herzog. Nach regulärer Spielzeit stand es 2:2.
  • 2011: Dynamo Dresden – Bayer Leverkusen 4:3 n.V.. – Leverkusen mit „Capitano“ Michael Ballack führt bei strömendem Regen schon nach zwölf Minuten mit 2:0, kurz nach der Pause nach einem Tor von André Schürrle gar mit 3:0. Doch der Zweitligist schlägt mit einer fulminanten Aufholjagd zurück, schafft das 3:3. Das entscheidende Tor macht Dresdens Alexander Schnetzler drei Minuten vor dem Ende der Verlängerung. „Ich bin ein bisschen sprachlos und komme mir vor wie im falschen Film“, sagt Bayer-Stürmer Stefan Kießling.
Den Titelverteidiger rausgeworfen: Der SSV Ulm schaltet 2018 Eintracht Frankfurt aus.
Den Titelverteidiger rausgeworfen: Der SSV Ulm schaltet 2018 Eintracht Frankfurt aus. | Bild: Sebastian Gollnow
  • 2018: SSV Ulm 1846 – Eintracht Frankfurt 2:1 – Als Pokalsieger reist Eintracht Frankfurt nach Ulm zum ehemaligen Bundesligisten und blamiert sich dort. Erstmals seit dem Abstieg ist das Donaustadion wieder ausverkauft – und der SSV Ulm 1846 gewinnt gegen das Team des neuen Trainers Adi Hütter 2:1. Erstmals nach 22 Jahren ist ein Titelverteidiger im DFB-Pokal wieder in der ersten Runde ausgeschieden. Zuletzt war das dem 1. FC Kaiserslautern 1996 passiert. Insgesamt ist Frankfurt der fünfte Verein nach Lautern, Werder Bremen (1994), Kickers Offenbach (1970) und dem Hamburger SV (1963), der als Pokalsieger bereits in der ersten Runde ausscheidet. (dpa)

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