Borussia Dortmund und RB Leipzig bleibt nur die Zuschauerrolle, wenn am Montag um 12.00 Uhr die Achtelfinalpaarungen der Champions League gelost werden. Die Bayern haben zwar den Gruppensieg verpasst, als Zweiter aber den Einzug in die K.o.-Runde geschafft. Erster, Zweiter – egal? Von wegen!

Da die jeweiligen Gruppensieger auf einen Gruppenzweiten treffen, droht den Münchnern ein schwererer Gegner als Paris, das den direkten Vergleich mit der Mannschaft von Jupp Heynckes für sich entschied. Nun lässt sich darüber streiten, ob Mannschaften wie Basel,Sevilla, Donezk oder eben auch Real Madrid tatsächlich leichtere Gegner sind als etwa Tottenham oder Besiktas Istanbul. Eine Mannschaft allerdings wird den am letzten Spieltag vergebenen Gruppensieg so richtig bedauern. Der FC Chelsea verdaddelte am Dienstag die Top-Ausgangsposition durch ein 1:1 gegen Atlético Madrid, wurde vom AS Rom noch auf Rang zwei verdrängt.

Da sich neben Chelsea allerdings mit Manchester United, Manchester City, dem FC Liverpool und Tottenham Hotspur alle vier weiteren Premiere-League-Klubs als Gruppenerster qualifiziert haben und Duelle zwischen Teams aus dem selben Land im Achtelfinale ausgeschlossen sind, bleiben kaum Gegner übrig. Chelsea wird daher auf Besiktas Istanbul, Paris Saint-Germain oder den FC Barcelona treffen. Es ist das engste Korsett, in das ein Klub je gepresst war. Da es bei Barça im Unterschied zu Besiktas und PSG mit Real Madrid und dem FC Sevilla nationale Konkurrenz in der Königsklasse gibt, auf die die Katalanen nicht treffen können, erhöht sich die Chance, auf Chelsea zu treffen, auf 43,747 Prozent. Statt der Loszeremonie würde es also auch ein Münzwurf tun.