Der FC Bayern hat die Chance genutzt und mit Borussia Dortmund nach Punkten gleichgezogen. Durch das 5:1 (2:1) bei Borussia Mönchengladbach liegen die Münchner nur noch zwei Tore hinter dem strauchelnden BVB auf dem zweiten Platz der Fußball-Bundesliga und glauben wieder ganz fest an den siebten Meistertitel in Serie.

Gladbachs Torwart Yann Sommer kann den Strafstoß von Robert Lewandowski von Bayern zum 1:5 nicht halten.
Gladbachs Torwart Yann Sommer kann den Strafstoß von Robert Lewandowski von Bayern zum 1:5 nicht halten. | Bild: FEDERICO GAMBARINI

Einen Tag nach dem Dortmunder 1:2 in Augsburg erzielten Javi Martinez (2. Minute), Thomas Müller (11.), Robert Lewandowski (47./90.+1/Foulelfmeter) und Serge Gnabry (75.) die Tore für die Bayern. Lars Stindl (37.) konnte mit seinem Tor die dritte Heimniederlage in Serie der Gladbacher und das Abrutschen auf Platz vier nicht verhindern.

Leverkusens Leon Patrick Bailey (l) und Freiburgs Gian-Luca Waldschmidt versuchen an den Ball zu kommen.
Leverkusens Leon Patrick Bailey (l) und Freiburgs Gian-Luca Waldschmidt versuchen an den Ball zu kommen. | Bild: Rolf Vennenbernd

Leverkusen schlägt Freiburg

Bayer Leverkusen ist nach einem 2:0 (1:0) gegen den SC Freiburg mit 39 Punkten hinter Frankfurt Sechster. Charles Aranguiz (4.) und Leon Bailey (73.) sorgten mit ihren Treffern für den Bayer-Erfolg. Wieder in Sichtweite der Europacup-Plätze ist auch Hertha BSC nach dem 2:1 (0:0) gegen Mainz 05 als Achter mit nur drei Zählern Rückstand auf Platz sieben. Niklas Stark war im Olympiastadion des Mann des Spiels. Erst brachte er die Gäste per Eigentor (47.) in Führung, dann sorgte er für den Berliner Siegtreffer (60.) nachdem Marko Grujic (50.) schnell ausgeglichen hatte.

Leverkusens Charles Aranguiz (20) trifft zum 1:0.
Leverkusens Charles Aranguiz (20) trifft zum 1:0. | Bild: Rolf Vennenbernd

Tiefpunkt für Schalke

Die Situation beim FC Schalke 04 spitzt sich derweil auf dramatische Weise zu. Gegen Fortuna Düsseldorf unterlag das Team von Trainer Domenico Tedesco am Samstag mit 0:4 (0:1) und musste sich von den eigenen Fans verhöhnen lassen. Drei Tage vor seinem Amtsantritt musste der neue Sportvorstand Jochen Schneider als Sitznachbar von Aufsichtsratschef Clemens Tönnies hilflos den Tiefpunkt mit ansehen.

Schalkes Benjamin Stambouli steht nach dem Spiel auf dem Platz.
Schalkes Benjamin Stambouli steht nach dem Spiel auf dem Platz. | Bild: Guido Kirchner

Die Zukunft von Tedesco, der sich nach dem Abpfiff bei den Fans in der Kurve mit einer Geste entschuldigte, ist unsicherer denn je, auch wenn Tönnies eine schnelle Entscheidung ausschloss, so wie der Coach einen Rücktritt. Bestenfalls hat Schalke nach dem 24. Spieltag noch sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang. Gewinnt Stuttgart am Sonntag das Kellerduell gegen Hannover sind es sogar nur noch vier.

Schalkes Trainer Domenico Tedesco steht nach dem Spiel vor der Nordkurve und entschuldigt sich bei den Fans.
Schalkes Trainer Domenico Tedesco steht nach dem Spiel vor der Nordkurve und entschuldigt sich bei den Fans. | Bild: Guido Kirchner

Den Niedergang auf Schalke leitete Dodi Lukebakio (35.) mit seinem Elfmetertor schon vor der Pause ein. Gegen eine auseinanderbrechende Schalke-Elf erhöhten Dawid Kownacki (62./84.) und Benito Raman (68.). Die Fortuna hat sich als Tabellen-Elfter mit 31 Zählern im Gegensatz zu Schalke wohl aller Abstiegssorgen entledigt.

Nürnberg ringt weiter mit dem Abstieg

Kein Befreiungsschlag im Abstiegskampf gelang dem 1. FC Nürnberg beim 0:1 (0:1) gegen RB Leipzig. Lukas Klostermann (40. Minute) besiegelte mit seinem Tor die Niederlage des Schlusslichts. FCN-Kapitän Hanno Behrens (10.) hatte früh einen Foulelfmeter an die Latte geschossen. Leipzig festigte durch den Auswärtserfolg seine Ambitionen auf einen Champions-League-Platz und liegt nun vor Gladbach.

Der Nürnberger Hanno Behrens (l) schießt einen Elfmeter.
Der Nürnberger Hanno Behrens (l) schießt einen Elfmeter. | Bild: DANIEL KARMANN

Knapper Sieg für Frankfurt

Im Kampf um ein erneutes Europa-Ticket schaffte Eintracht Frankfurt einen Last-Minute-Sieg. Fünf Tage vor dem Hinspiel im Achtelfinale der Europa League gegen Inter Mailand kamen die Hessen zu einem späten 3:2 (1:0) gegen 1899 Hoffenheim und entgingen der ersten Niederlage des Jahres. Ante Rebic (20.) brachte die Eintracht in Führung. Joelinton (43.) und Ishak Belfodil (60.) trafen für Hoffenheim. Doch Sebastien Haller (88.) und Goncalo Paciencia (90.+6) sicherten den Erfolg, der Frankfurt noch auf Platz fünf brachte – nur drei Zähler hinter Gladbach auf einem Königsklassen-Rang. (dpa)

Goncalo Paciencia trifft für Frankfurter in der Nachspielzeit gegen Hoffenheims Torwart Oliver Baumann zum 3:2 Endstand.
Goncalo Paciencia trifft für Frankfurter in der Nachspielzeit gegen Hoffenheims Torwart Oliver Baumann zum 3:2 Endstand. | Bild: Thomas Frey