Empörung, ein Land in Aufruhr. Helene Fischer hat beim Pokalfinale gesungen und ist ausgepfiffen worden. Wie das, fragen sich deren Fans, und erhalten die Antwort von Fußballfreunden. Die Fischer kann überall singen, nur nicht im Stadion, wo gekickt wird. Punkt, aus, Pfeifkonzert, doch dieses galt gar nicht der Sängerin, sondern jenen, die glauben, ein Fußballfest müsse aufgepeppt werden mit Showstars und bunten Inszenierungen.

Diese Adressaten sitzen in den Chefsesseln des Sports, in diesem Fall beim Deutschen Fußball-Bund. Die schärfere Form des Protests waren Transparente im Berliner Olympiastadion, auf denen "Scheiß DFB" oder gar "Krieg dem DFB" stand. Die Funktionäre um Präsident Grindel haben sich leider von der Basis der Sportart entfernt. Die will Fußball, Halbzeit mit Diskussion, Bier und Wurst. Helene Fischer war so ein klein bisschen Opfer, aber mit ihrer unaufgeregten Reaktion auch der einzige souveräne Profi in der Fußballaffäre. Beruhige Dich, Deutschland. Wache auf, DFB.