Alexander Schwolow:

Der Freiburger Schlussmann hatte in Halbzeit eins nicht viel Arbeit. Hier eine Flanke schnappen, dort einen harmlosen Kopfball fangen. Kaum hatte der zweite Durchgang begonnen, hätte der Sportclub einen Schwolow in Bestform gebrauchen können, als Christopher Antwi-Adjei alleine vor ihm auftauchte. Obwohl der Schuss des Paderborner Stürmers eher schwach war, konnte Schwolow den Ball nicht blocken. Es passte zu einem in Summe rabenschwarzen Freiburger Fußballtag. – Note: 4

Torwart Alexander Schwolow (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20
Torwart Alexander Schwolow (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20 | Bild: Hahne, Joachim

Jonathan Schmid:

War agil, ging auch mit nach vorne – und hatte prompt eine erstklassige Chance, als ihm Changhoon Kwon in der 39. Minute den Ball maßgerecht auf den Schlappen legte. Doch der Jonny, durchaus für eine solide Schusstechnik bekannt, schlenzte die Kugel hoch übers Tor. Auch das passend zum Freiburger Gesamtbild. – Note: 3,5

Jonathan Schmid (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20
Jonathan Schmid (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20 | Bild: Hahne, Joachim

Manuel Gulde:

Der Innenverteidiger strapazierte die Nerven des eigenen Anhangs mehrfach mit ungenauen Abspielen und weiteren Unkonzentriertheiten. In der Vorwoche in Mainz noch ein Aktivposten, war für ihn diesmal nach 57 Minuten Schluss – eine nachvollziehbare Entscheidung. – Note: 4,5

Manuel Gulde (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20
Manuel Gulde (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20 | Bild: Hahne, Joachim

Robin Koch:

Wirkte in der Defensive nicht immer sattelfest. Und der lange Kopfballspezialist war auch vorne nicht auf der Höhe. In der 28. Minute behinderten er und Lucas Höler sich im Fünfmeterraum gegenseitig und verdaddelten so nach Kwon-Flanke das scheinbar sichere 1:0. „Diese Szene war ein Sinnbild für das gesamte Spiel“, sagte SC-Trainer Christian Streich. – Note: 4,5

Robin Koch (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20
Robin Koch (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20 | Bild: Hahne, Joachim

Dominique Heintz:

Die Zweikampfquote des Innenverteidigers war mit 71 Prozent gewonnener Duell die beste aller Akteure. Doch gibt es ein dickes Aber: Heintz verlor vor dem 0:1 an der Mittellinie den Ball leichtsinnig und unbeholfen zugleich – es war der Anfang vom Ende aller Freiburger Sieghoffnungen. – Note: 4

Dominique Heintz (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20
Dominique Heintz (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20 | Bild: Hahne, Joachim

Christian Günter:

Schlug zehn Flanken in den Paderborner Strafraum, aber wirklich gut davon waren nur zwei. Nach der einen setzte Nils Petersen zum Flugkopfball an, doch als die Kugel aussichtsreich auf dem Weg zum Tor war, stürmte Lucas Höler orientierungslos mitten in die Flugbahn. Passend zum gesamten Spiel, hätte Streich wohl gesagt. – Note: 4,5

Christian Günter (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2017/18
Christian Günter (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2017/18 | Bild: Hahne, Joachim

Amir Abrashi:

Der Kämpfer im defensiven Mittelfeld hatte beim 2:1-Sieg in Mainz eine überzeugende Vorstellung abgegeben, durfte deshalb wieder von Anfang ran. Hatte gute Zweikampfszenen, als erster Anspielpartner vor der Abwehr brachte er aber den Ball nicht schnell genug nach vorne. Kurz vor der Pause erlitt der albanische Nationalspieler eine Fußverletzung, die später genäht werden musste. Deshalb kam Abrashi auch nicht mehr zur zweiten Halbzeit. – Note: 4

Amir Abrashi (Freiburg) beim Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20
Amir Abrashi (Freiburg) beim Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20 | Bild: Hahne, Joachim

Jannik Haberer:

Hatte die meisten Ballkontakte auf Freiburger Seite und erhielt so also schon mal Lob von den Statistikexperten. Auch ein paar gute Pässe waren zu sehen, einer davon war der Ausgangspunkt zur Großchance von Schmid, die der dann versemmelte. Selbst Torgefahr? Gibt‘s bei Haberer einfach zu wenig. – Note: 3,5

Janik Haberer (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20
Janik Haberer (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20 | Bild: Hahne, Joachim
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Lucas Höler:

Murphys Gesetz bekannt? In Kürze: Alles, was Du anpackst, misslingt. So war das bei der Freiburger Nummer neun. Kaum angespielt, wollte der Ball irgendwie einfach nicht an Hölers Fuß bleiben und versprang stattdessen. Als Kwon fein geflankt hatte, stand er sich mit Robin Koch im Weg – das hatte was von Slapstick. Gelb sah er auch noch, und sechs Minuten vor Ende verschuldete Höler dann noch den Elfmeter, der zum 0:2 und zur endgültigen Entscheidung führte. Passend zum Spiel, das kennen wir… - Note: 5

Lucas Hoeler (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20
Lucas Hoeler (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20 | Bild: Hahne, Joachim

Changhoon Kwon:

Der vom FC Dijon aus Frankreich gekommene Linksfuß, vor Wochenfrist, in Mainz überragend, begann auch diesmal gut. Kwon war es, der in Halbzeit eins beide Großchancen der Freiburger vorbereitete, die – das hatten wir schon – einmal Koch und Höler im Duett und das andere Mal Schmid vergaben. Selbst hatte der Koreaner im zweiten Durchgang die Gelegenheit zum 1:1, doch er schoss hoch über den Kasten. Mit rechts, wobei eben jeder sehen konnte, dass sein linker Fuß der klar stärkere ist. – Note: 3

Changhoon Kwon (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20
Changhoon Kwon (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20 | Bild: Hahne, Joachim

Nils Petersen:

In der Vorwoche in Mainz noch zum allzeit besten Freiburger Torschützen avanciert, fand der vom Publikum wie gewohnt als „Fußballgott“ begrüßte Torjäger kaum Bindung zum Spiel. Lediglich mit zwei Kopfbällen wurde Petersen auffällig. Mit dem ersten scheiterte er an Mitspieler Höler, der unglücklich den Verteidiger gab, mit dem zweiten an Paderborns Torwart Leopold Zingerle, aber es war dann ja auch ehe rein Kopfbällchen gewesen. – Note: 4,5

Nils Petersen (Freiburg) – SC Freiburg Mannschaftsfoto 2018-19
Nils Petersen (Freiburg) – SC Freiburg Mannschaftsfoto 2018-19 | Bild: Hahne, Joachim
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Vincenzo Grifo:

Kam zur zweiten Halbzeit, um endlich für Durchschlagskraft in der Offensive zu sorgen. Gewohnt quirlig schien ihm das auch zu gelingen, doch nachdem SCP-Schlussmann Zingerle in der 63. Minute seinen strammen 20-Meter-Schuss um den Pfosten gedreht hatte, wurde Grifo zunehmend unauffälliger. – Note: 3,5

Vincenzo Grifo
Vincenzo Grifo | Bild: Hahne, Joachim

Nicolas Höfler:

In Mainz hatte der Chicco Gelb-gesperrt zusehen müssen, diesmal musste er zunächst auf die Bank, weil er anfangs der vergangenen Woche mit einer Erkältung „im Nescht lag“, wie Christian Streich sagte. Kam dann nach 57 Minuten für Gulde und brachte auch etwas mehr Struktur ins Freiburger Spiel, doch den wirklichen Umschwung konnte auch Höfler nicht gestalten. – Note: 4

Nicolas Hoefler (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20
Nicolas Hoefler (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20 | Bild: Hahne, Joachim

Luca Waldschmidt:

Kam nach 70 Minuten für Kwon, mit ihm keimten nochmals Hoffnungen auf beim SC-Anhang, es könnte wenigstens noch zu einem Punkt reichen. Doch der Jung-Nationalspieler konnte keine Akzente setzen, sah einige Male doch sehr unglücklich aus. Auch er ist nach langer Verletzung und anschließendem Infekt wohl noch nicht hundertprozentig fit. – Note für den Kurzeinsatz: 4,5

Luca Waldschmidt (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20
Luca Waldschmidt (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20 | Bild: Hahne, Joachim

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