Was haben Gaststätten und Sportler gemeinsam? Richtig, das Tier im Namen. Im Adler, Bären oder Löwen werden Schnitzel gegessen und Viertele geschlotzt, Tiger (Effenberg), Kobra (Wegmann), Terrier (Vogts), Zecke (Neuendorf) oder Katze (von Anzing/Maier) waren am Ball aktiv. Im Eishockey jagen unter anderem Wildschwäne, Eisbären und Pinguine dem Puck hinterher. Es geht aber auch umgekehrt. Der Name von Fußballer Mo Salah wird jetzt einer Ameisen-Gattung verpasst, die in der Region Dhofar im Oman gefunden wurde. „Meranoplus mosalahi“ heißen die Tiere jetzt, die wahrscheinlich Haken schlagen können wie der Superstar des FC Liverpool auf dem Fußballfeld. Entdeckt wurde die Art von Mosta Sharaf. Der ist – natürlich – Experte für Ameisen, Fußball-Fan und Professor an der König-Saud-Universität in Riad. Zurzeit arbeitet er als Gastprofessor in Liverpool. Aber eine Ameise als Auszeichnung? Sind denn wirklich schon alle Adler, Bären oder Löwen gefunden und damit verputzt?

Tatsächlich hätte es Mo Salah schlimmer treffen können. Nach Pop-Sängerin Shakira wurde beispielsweise eine Brackwespe benannt, Aleiodes shakirae. Klingt nicht wirklich gut. Agathidium bushi, Agathidium cheneyi und Agathidium rumsfeldi stehen für einen Schwammkugelkäfer – benannt nach George W. Bush, Dick Cheney und Donald Rumsfeld. Ach ja, Donald Trump steht Pate für Dermophis donaldtrumpi, einen in Panama unterirdisch lebenden Schleichenlurch. Dann doch lieber eine Ameise. Und noch ein kleiner Tipp für alle Scrabble- oder Glücksradfreunde: Tier mit drei „Z“, zwei „Y“ und einem „X“ im Namen? Zyzzyxdonta! Was das ist? Eine Schüsselschnecke, erstmals gefunden von dem US-Amerikaner Alan Solem, der mit ihr und der ebenfalls von ihm endeckten Aaadonta den ersten und letzten Platz in jeder alphabetischen Aufzählung belegt.

Egal, wir freuen uns ohnehin viel mehr auf morgen, wenn unsere „Sus scrofa wilmots handballi“, also unsere Kampfschwein-Handballer ihr WM-Halbfinale bestreiten. Danach wird gefeiert. Im Adler. Hoffentlich!