Angesichts von Corona-Krise und Rechtsextremismus geriet die Gefahr islamistischen Terros gelegentlich aus dem Blickpunkt. Zu Unrecht, wie der erschreckend kaltblütige Autobahn-Anschlag in Berlin in Erinnerung ruft. Ein Asylbewerber aus dem Irak hat, sofern die Ermittlungen zutreffen, mit seinem Wagen gezielt Jagd auf Motorradfahrer gemacht. Auch wenn der Mann offenbar psychische Probleme hatte, deutet vieles auf ein islamistisches Motiv hin.

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Hatte der Verdächtige Hintermänner?

Der Fall wirft mehrere Fragen auf. Die meisten Flüchtlinge, die vor fünf Jahren ins Land kamen, verhalten sich friedlich und achten die Gesetze ihres Gastlandes – aber eben nicht alle. Die deutschen Behörden wissen immer noch zu wenig über sie. In Berlin können die Ermittler nicht einmal sagen, wann genau der Verdächtige ins Land kam. Erst recht bleibt unklar, wie und wo sich der Mann radikalisierte und ob er Hintermänner hatte. Ein wirklich wehrhafter Rechtsstaat hätte aus dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt 2016 andere Konsequenzen ziehen müssen.

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