Nawalnys Maschine war am Nachmittag von Berlin aus in Richtung Moskau gestartet. Der prominente Oppositionspolitiker hatte sich fünf Monate lang in Deutschland aufgehalten. In der Berliner Charité wurde er wegen eines Giftanschlags behandelt.

Das Flugzeug der Fluggesellschaft „Pobeda“ mit Kremlgegner Nawalny und seiner Ehefrau startet nach Moskau. Der 44-Jährige gilt als der prominenteste Gegner des russischen Präsidenten Putin. Nawalny will seinen politischen Kampf gegen Putin fortsetzen.
Das Flugzeug der Fluggesellschaft „Pobeda“ mit Kremlgegner Nawalny und seiner Ehefrau startet nach Moskau. Der 44-Jährige gilt als der prominenteste Gegner des russischen Präsidenten Putin. Nawalny will seinen politischen Kampf gegen Putin fortsetzen. | Bild: Michael Kappeler/dpa

Polizeibeamte erwarten Nawalny

Die Maschine mit Nawalny an Bord wurde am Sonntag kurzfristig umgeleitet und steuerte schließlich den Flughafen Scheremetjewo im Nordwesten Moskaus an.

Polizeibeamte patrouillieren vor der Ankunft von Kremlgegner Nawalny und dessen Ehefrau in der Ankunftshalle am Flughafen Moskau-Wnukowo.
Polizeibeamte patrouillieren vor der Ankunft von Kremlgegner Nawalny und dessen Ehefrau in der Ankunftshalle am Flughafen Moskau-Wnukowo. | Bild: Alexander Zemlianichenko/AP/dpa

Ursprünglich sollte sie am Flughafen Wnukowo landen, wo mehrere Unterstützer auf Nawalny warteten. Einige von ihnen wurden festgenommen.

Polizisten halten am Terminal des Flughafens Moskau-Wnukowo einen Mann fest, der auf die Ankunft des Oppositionsführers Nawalny wartet.
Polizisten halten am Terminal des Flughafens Moskau-Wnukowo einen Mann fest, der auf die Ankunft des Oppositionsführers Nawalny wartet. | Bild: Dmitry Serebryakov/AP/dpa

Eine Festnahme hielt er im Voraus nicht für möglich

Der Regierungsgegner hatte vor dem Start des Flugs gesagt, er habe keine Angst vor einer Festnahme, da er unschuldig sei. Deshalb sei eine Festnahme „unmöglich“. Vielmehr habe er als russischer Bürger das Recht, in seine Heimat zurückzukehren. Nawalny dankte zudem der Bundesrepublik, wo er nach dem Giftanschlag behandelt worden war. Mit an Bord des Flugzeugs war seine Frau Julia.

Eine Anhängerin des Kremlgegners Nawalny steht am Flughafen BER. Hier wird der Abflug von Nawalny mit einem Flugzeug der der Fluggesellschaft „Pobeda“ zurück nach Moskau erwartet. Nawalny hielt sich für die Behandlung nach seiner Vergiftung für fast fünf Monate in Deutschland auf.
Eine Anhängerin des Kremlgegners Nawalny steht am Flughafen BER. Hier wird der Abflug von Nawalny mit einem Flugzeug der der Fluggesellschaft „Pobeda“ zurück nach Moskau erwartet. Nawalny hielt sich für die Behandlung nach seiner Vergiftung für fast fünf Monate in Deutschland auf. | Bild: Michael Kappeler/dpa

Nawalny bezichtigt den Geheimdienst

Auf den 44-Jährigen war im August ein Mordanschlag mit einem Nervengift verübt worden. Er wurde zur Behandlung nach Deutschland ausgeflogen. Nach Analysen von Labors in Deutschland, Frankreich und Schweden sowie der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) wurde bei dem Anschlag der in der Sowjetunion entwickelte Nervenkampfstoff Nowitschok verwendet.

Nawalny wirft dem russischen Geheimdienst vor, hinter seiner Vergiftung mit einem chemischen Kampfstoff aus der Nowitschok-Gruppe zu stecken. Die russische Regierung bestreitet jede Beteiligung an dem Anschlag.

(AFP)