Was ist denn nun los an der Grenze? Seit Tagen halten die Probleme bei der Öffnung der Grenze zur Schweiz die Region in Atem. Wer darf rüber und wer nicht? Wieso halten sich die Grenzbeamten nicht an Beschlüsse des Innenministeriums?

All diese Fragen sind für Grenzgänger interessant. Für den Rest des Landes allerdings nicht, wie eine Studie der Universität Mannheim nahelegt. Demnach befürwortet immer noch ein großer Teil der Bevölkerung, dass die Grenzen für Reisende geschlossen bleiben.

 

Wahrscheinlich haben die Befragten nicht an die Probleme von unverheirateten Paaren an der Schweizer Grenze gedacht. Vielmehr dürften sie Urlaubsreisende oder Durchreisende im Sinn gehabt haben, als sie die Frage beantwortet haben. Dass die meisten dennoch weiterhin dafür sind, die Grenzen geschlossen zu halten, ist nicht nur wegen der vermeintlichen Entspannung der Pandemie in Deutschland bemerkenswert.

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Gleichzeitig hat nämlich die Akzeptanz anderer Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Krise deutlich nachgelassen hat. Dass öffentlichen Einrichtungen wie Schulen oder Universitäten geschlossen sind, befürworten heute nur noch rund die Hälfte der Befragten. Ende März waren noch fast alle dafür. Unverändert hoch ist hingegen die Zustimmung, größere Veranstaltungen abzusagen.

 

Die Entwicklung zeigt auch, wie bereitwillig viele Menschen Ende März die Maßnahmen angenommen haben. Damals hat über die Hälfte sogar allgemeine Ausgangssperren befürwortet, wie sie in Italien oder Spanien eingeführt wurden. Mittlerweile würde eine solche Maßnahme kaum noch akzeptiert werden.

Annähernd repräsentativ

Wissenschaftler der Uni Mannheim befragen seit Ende März täglich mehrere hundert Menschen zu verschiedenen Themen rund um Corona. Die Befragten repräsentieren die allgemeine Bevölkerung in Deutschland. Dennoch geben die Wissenschaftler zu bedenken, dass „keine wissenschaftliche Studie im Bereich der Sozial- und Wirtschaftsforschung, die etwas auf sich hält“, behaupten würde, „bevölkerungs-repräsentativ zu sein.“ Durch die Auswahl per Zufallsstichprobe sowie wissenschaftlicher Gewichtungsverfahren, komme man dem Ideal aber möglichst nahe.

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