An unseren Schulen gibt es den schönen Brauch, Schüler für besonders gute Leistungen bei der Zeugnisübergabe mit einem Preis auszuzeichnen. In diesem Schuljahr hätten alle Schüler einen Preis verdient. Dafür, dass sie sich mit Videokonferenzen durch den Unterricht gekämpft haben. Dafür, dass sie wegen Corona auf die fröhliche Abschlussparty verzichten müssen. Dafür, dass ihnen das Virus eine Menge Lernstoff und Erlebnis genommen hat.

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Keineswegs eine verlorene Generation

Der Präsident des Deutschen Kinderhilfswerks sagte vor einiger Zeit, dass eine Generation droht, die Corona ausbaden muss. Das ist mit Blick auf die Folgekosten der Krise sicher nicht falsch. Aber er sagte auch, dass wir es womöglich mit einer verlorenen Generation zu tun bekämen. Wer Kindern und Jugendlichen so einen Unfug wegen eines Schulhalbjahres einredet, erzeugt Zweifel und Ängste – das ganze Gegenteil von Mut und Bestärkung. Die allermeisten Schüler haben sich in der Krise großartig geschlagen. Eine solche Generation geht nicht verloren.

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