Die Menschen drängen nach draußen, sie wollen sich wieder häufiger mit anderen treffen – und tun das auch. Das geht aus den Daten einer Studie der Uni Mannheim hervor.

Ab dem 11. Mai ist es erlaubt, sich mit Personen eines anderen Hausstandes in der Öffentlichkeit zu treffen. Bisher waren solche Zusammenkünfte nur mit einer weiteren Person gestattet. Die Grafik zeigt: Es wurde Zeit für diese Lockerungen.

Etwa sechs Wochen hat es ein Großteil der Menschen nach den Kontaktbeschränkungen Ende März Zuhause ausgehalten. Seit der Zeit um Ostern aber haben sich die meisten mindestens ein Mal mit anderen Menschen getroffen. Seit Mai steigt die Kurve noch auffälliger nach oben.

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Dabei ist wichtig zu beachten, dass die Frage auf die Vergangenheit zielt. Die Menschen sollten angeben, wie oft sie sich in den letzten sieben Tagen mit anderen getroffen haben. Die Steigerung in der ersten Mai-Woche könnte also auf den Feiertag am 1. Mai zurückzuführen sein.

Kaum tägliche Treffen

So schwer es vielen Leuten mittlerweile fällt, sich zu distanzieren: Tägliche Treffen sind selten.

Wissenschaftler der Uni Mannheim befragen seit Ende März täglich mehrere hundert Menschen zu verschiedenen Themen rund um Corona. Die Befragten repräsentieren die allgemeine Bevölkerung in Deutschland. Dennoch geben die Wissenschaftler zu bedenken, dass „keine wissenschaftliche Studie im Bereich der Sozial- und Wirtschaftsforschung, die etwas auf sich hält“, behaupten würde, „bevölkerungs-repräsentativ zu sein.“ Durch die Auswahl per Zufallsstichprobe sowie wissenschaftlicher Gewichtungsverfahren, komme man dem Ideal aber möglichst nahe.