Wenn Hunderttausende weltweit gegen Rassismus demonstrieren, anstatt den Tod eines Schwarzen in den USA achselzuckend hinzunehmen, ist das eine gute Sache. Gemeinsame Flagge zu zeigen, ist die Voraussetzung, dass sich etwas ändert – nicht nur in Amerika, sondern auch in Deutschland und Europa. Trotzdem: So wie an diesem Wochenende geht es nicht. Viele Kundgebungen wirkten so, als sei der Kampf gegen Corona längst ausgestanden. Mundschutz? Sicherheitsabstand? Für andere vielleicht, aber nicht für uns.

Eng ging es zu auf den Anti-Rassismus-Demos, hier im Stuttgarter Schlossgarten.
Eng ging es zu auf den Anti-Rassismus-Demos, hier im Stuttgarter Schlossgarten. | Bild: Christoph Schmidt/dpa

Pandemien kennen aber keine Ausnahmen, auch nicht, wenn diese sich hinter einem wohlmeinenden Anliegen verstecken. Die Regeln wirken nur, wenn alle sie einhalten. Demonstrationen, die zu Virenschleudern werden, dienen niemandem. Noch bedenklicher ist es, wenn sich, so wie in Stuttgart, Krawallmacher aus der linken Ecke unter die Teilnehmer mischen, um ihren Hass gegen die Polizei auszutoben. Friedlichen Demonstranten bleibt da nur eins: auf Abstand gehen.

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