Das Motto der diesjährigen Kundgebung ist „Agrarwende anpacken, Klima schützen!“ Zu der Hauptkundgebung am Mittag wurden zehntausende Menschen im Regierungsviertel erwartet. Sie wollen anlässlich der Grünen Woche in Berlin für artgerechte Tierhaltung, Artenvielfalt und Klimaschutz demonstrieren. Auftakt- und Schlusskundgebung sind jeweils am Brandenburger Tor.

Bild: Kay Nietfeld/dpa

Klimaschutz und Agrarwende

Den Landwirten und ihren Unterstützern geht es dabei auch um eine bessere Förderung des Umstiegs auf ein naturverträgliches Wirtschaften. „Ställe tiergerecht umzubauen und die Bewirtschaftung von Äckern und Wiesen stärker mit dem Schutz von Insekten, Klima und Wasser zu verbinden – all das verteuert die landwirtschaftliche Erzeugung unserer Lebensmittel“, heißt es in einem Aufruf zu der Kundgebung. Die Bauern seien zu Veränderungen bereit, wenn sie dabei für ihre Betriebe eine tragfähige wirtschaftliche Perspektive sehen. Daher müsse die Agrarpolitik in Deutschland und der EU geändert werden.

Zahlreiche Proteste auch in anderen Städten

Neben landwirtschaftlichen Verbänden, besonders des Biolandbaus, haben auch Umweltverbände, kirchliche Organisationen sowie Grüne und Linkspartei zur Teilnahme an den Protesten aufgerufen. Im Auswärtigen Amt findet am Samstag eine Internationale Agrarministerkonferenz statt, dort wollen nachhaltig wirtschaftende Bauern Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) eine Protestnote überreichen.

Bereits am Freitag hatte es in Berlin Proteste von Landwirten gegeben. Diese wandten sich allerdings gegen strengere Umweltauflagen. Zahlreiche Bauern wehren sich gegen Auflagen für einen verringerten Einsatz von Düngemitteln, womit Belastungen des Grundwassers vermindert werden sollen.

(AFP)

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